Special zu „Die Nachtigall“ von Kristin Hannah – #dienachtigall

Am 19. September 2016 erscheint Die Nachtigall von Kristin Hannah im Aufbau Verlag. Bereits vor Erscheinen schlägt das Buch Wellen, denn in den USA wurden bereits 1,5 Millionen Exemplare verkauft und mehr als 17.000 Leser haben das Buch mit fünf Sternen bewertet. Im Rahmen des Erscheinens hat sich der Aufbau Verlag ein besonderes Blogger-Projekt ausgedacht: #dienachtigall. Das Projekt besteht aus vier Aufgaben, die innerhalb von vier Wochen zu bearbeiten sind. Für jede Aufgabe vergibt der Verlag Punkte. Die drei BloggerInnen mit den meisten Gesamtpunkten bekommen als Belohnung ein Überraschungspaket vom Verlag. Auch ich bin dabei. 🙂

Angaben zum Roman:

https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/51H4OXauWRL.jpgINHALT:

Zwei Schwestern im von den Deutschen besetzten Frankreich: Während Vianne ums Überleben ihrer Familie kämpft, schließt sich die jüngere Isabelle der Résistance an und sucht die Freiheit auf dem Pfad der Nachtigall, einem geheimen Fluchtweg über die Pyrenäen. Doch wie weit darf man gehen, um zu überleben? Und wie kann man die schützen, die man liebt? In diesem epischen, kraftvollen und zutiefst berührenden Roman erzählt Kristin Hannah die Geschichte zweier Frauen, die ihr Schicksal auf ganz eigene Weise meistern.

Hardcover | 608 Seiten | 19,99 € | Vorbestellen

Die zweite Aufgabe des Projektes beinhaltet Fragestellungen, die das Ziel haben sich näher mit den zentralen Personen aus dem Roman zu beschäftigen. Im folgenden Kontext gesehen, möchte ich auf die folgende Frage näher eingehen. Ich versuche die Beantwortung möglichst spoilerfrei zu gestalten, damit ein Lesen des Romans trotzdem noch ohne Probleme möglich ist und auch die Lust weckt den Roman zu lesen.

Vianne und ihre deutlich jüngere Schwester Isabelle könnten unterschiedlicher nicht sein und gehen mit dem beginnenden zweiten Krieg sehr abweichend voneinander um.

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Isabelle reagiert mit Wut und Protest und riskiert ihr Leben, um sich der Résistance und dem Kampf gegen die Nazi-Okkupation anzuschließen.

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Bei Vianne dominieren hingegen Angst und Vorsicht, schon allein um ihrer Kinder willen bemüht sie sich, jegliche Konflikte zu vermeiden.

Welches Verhalten beeindruckt dich mehr, welchen Weg findest du für dich persönlich besser nachvollziehbar oder verständlicher?

Es ist mir anfangs nicht leicht gefallen, mich mit einer der Schwestern zu identifizieren. Beide neigen mit ihrem Verhalten sehr zu Extremen und handeln für mich so einige Male nicht klug und durchdacht. Zweifelsohne ist das in Zeiten eines Krieges nicht immer leicht, da beide Schwestern bisher (gott sei Dank) noch keinen Krieg erleben mussten.

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Beeindruckt hat mich aber dennoch deutlich mehr das Verhalten von Isabelle. Ich habe sie während des Lesens oft dafür bewundert, dass sie scheinbar völlig ohne Angst Wagnisse eingeht und  im vollen Bewusstsein handelt, dass sie diese Taten das Leben kosten könnten. Ihr starker Wille und die starke Ablehnung gegen die deutschen Nazis, die Frankreich okkupieren haben mich schwer beeindruckt. Eine gewisse Naivität möchte ich ihr dabei aber nicht absprechen, nichtsdestotrotz hat diese Zeit genau solche Menschen wie sie gebraucht.

Nachvollziehbarer finde ich aber den Weg, den Vianne eingeschlagen hat. Ihr Handeln ist stark getrieben von der Sorge um ihre Tochter Sophie, die es zu schützen und zu versorgen gilt in Zeiten, in denen Lebensmittel immer knapper werden. Am Anfang des Romans ist Vianne noch sehr vorsichtig und vor allem zu gutgläubig. Man merkt, dass die das ganze Schrecken noch nicht erfasst hat, weil sie sich damit schlicht und einfach auch nicht beschäftigt hat. Vianne und Isabelle haben nach dem Tod der Mutter keine schöne Kindheit mehr. Vianne findet früh ihr Glück in ihrem Mann Antoine und der Geburt ihrer Tochter Sophie. dsc00956Dieser kleine Radius ihres Glücks genügt ihr völlig. Daran ist nichts an sich nichts Verwerfliches, aber mit dem beginnenden Einfall der Deutschen in Frankreich, fehlt Vianne da noch die nötige Weitsicht, um die ganze Tragweite des Ganzen zu erfassen. Trotzdem agiert sie im Sinne ihrer Familie und nah stehenden Freundin Rachel verantwortungsbewusst und stellt ihr eigenes Wohl hinten an. Ich kann absolut verstehen, dass sie Angst hat und dass sie sich den Zwängen, die Deutschen mit ins Land bringen, unterwirft. Eine große Wahl hat sie nun nicht und der fehlende Mut in mancherlei Hinsicht ist meinen Augen auch durchaus menschlich.

Die Nachtigall und die Geschichte der beiden Schwestern sind absolut lesenswert und mitreißend. Ich kann es nur empfehlen zu lesen. 🙂

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