SAGA Egmont Verlag* | Taschenbuch | 384 Seiten | 16,00 €

INHALT:
Marla hat Todesangst. Sie rennt durch die Nacht, die Schritte hinter ihr sind schon ganz nah. Gleich hat ihr Verfolger sie eingeholt. Sie stürzt, hinein in die Dunkelheit und … erwacht in ihrem Bett. Alles nur geträumt, oder? Doch wenn es wirklich nur ein Traum war, wieso fühlt die Bedrohung sich so echt an? Auch Marlas Verlobter und ihre Freunde wissen keinen Rat. In ihrer Verzweiflung wendet sie sich schließlich an eine Psychotherapeutin, die zu einer neuronalen Traumanalyse rät. Aber die Bilder, die im Schlaflabor mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erzeugt werden, sind alles andere als beruhigend. Denn sie schließen eine reale Bedrohung nicht aus. Marla muss sich fragen: Wer könnte ihr nach dem Leben trachten? Und wem kann sie jetzt noch trauen?
MEINUNG:
Ich habe lange auf einen neuen Roman von Carolin Hagebölling gewartet und habe mich umso mehr gefreut, als ich gesehen haben, dass Angsttraum erscheint.
Marla leidet an richtig schlimmen Albträumen, die ihr ganzes Leben und ihre Beziehung belasten. Als auch eine Therapie nicht mehr hilft, beschließt Marla sich einer KI-gestützten neuronalen Traumanalyse zu unterziehen. Die Traumanalyse wirft noch mehr Fragen auf als sie beantwortet. Interessant sind zwischen sind den normalen Kapiteln auch noch die Tagebucheinträge einer unbekannten Frau, die sich in einer relativ schwierigen Beziehung befindet.
Marla fand ich relativ sympathisch, wusste aber manchmal nicht so recht, was ihre Absichten waren.. Die Beziehung zu ihrem Verlobten empfand ich allerdings als schwierig, weil der relativ viel kontrollieren möchte und Marla ein bisschen überbehütet. Das fand ich von Anfang ziemlich komisch. Es gibt immer wieder Verweise zu seiner Ex-Frau, die sich das Leben genommen hat. Natürlich habe ich mich immer gefragt, was es wohl auf sich hat mit Marlas Alpträumen, denn so richtig passen sie nicht zu ihrem Leben und etwas, was ihr passiert sein kann.
Die Spannung baut sich langsam auf, allerdings hatte ich schon relativ früh eine Ahnung, wohin die Reise gehen kann. Eine interessante Nebenrollen bekleidet sie Psychotherapeutin, die mit Marla die Traumanalyse durchführt. Zwischen ihr und Marla gibt eine seltsame Anziehung, die beide Grenzen überschreiten lässt, sowohl beruflich als auch privat. An der Stelle konnte ich Marla wenig verstehen. Ich fand allerdings spannend, dass man mittels KI anscheinend Träume sichtbar machen und analysieren kann. Es gibt ein paar spannende Ansätze, aber die Idee verläuft sich dann ein bisschen als wieder mehr um die zwischenmenschlichen Ebenen geht. Mir hat es gefehlt, dass nach der Auswertung der Ergebnisse nicht mehr so richtig viel damit passiert. Das Ende war gut gemacht.
FAZIT:
Angsttraum ist für mich ein solide gemachter Psychothriller, der sich das momentan aufstrebenden Gebiet der künstlichen Intelligenz mit einbezieht und damit eine viele versprechende Grundidee hatte, dennoch fand ich die Spannung mäßig und den Plot relativ vorhersehbar.
Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von Saga Egmont Verlag* über LovelyBooks* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
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Ein Kommentar zu „Rezension „Angsttraum“ – Carolin Hagebölling“