Penguin Verlag* | Gebundene Ausgabe | 416 Seiten | 24,00 €

INHALT:
Wittenmoos, ein kleines Dorf im Schwarzwald, ist die Heimat dreier Frauen. Groß und dünn überragen sie alle anderen und wollen so gar nicht in die Dorfgemeinschaft passen. Und doch sind sie hier verwurzelt und müssen ihren eigenen Weg in den engen Grenzen des Dorfes finden. Liese, die still und unerbittlich die Metzgerei führt. Cora, ihre Tochter, die Wütende, die ausbrechen wird und lernen muss, dass Heimkehr keine Niederlage ist. Und Eva, Coras Tochter, die den Wald so sehr liebt und sich dessen erst bewusst werden muss.
MEINUNG:
Die Riesinnen ist das Belletristik Debüt von Hannah Häfner. In der Geschichte geht es um die drei titelgebenden Riesinnen. Damit sind Liese, ihre Tochter Cora und deren Tochter Eva gemeint.
Die Geschichte spielt in dem kleinen fiktiven Ort Wittenmoos im Schwarzwald. Es beginnt mir Liese, die jung heiratet, weil man es eben so macht. Ihr Mann stirbt früh und sie ist alleinerziehend. Eigentlich hätte ihr Mann eine Metzgerei erben sollen. In Ermangelung von Alternativen sich und ihre Tochter Cora zu ernähren und zu versorgen, kämpft sie für die Metzgerei und wird Eigentümerin. Damit beginnt eine lange Dynastie von selbstständigen Frauen, was auch zu der Zeit noch so üblich war.
Die Sprache von Hannah Häfner fand ich bewundernswert, weil sie gleichzeitig reduziert und doch so unfassbar poetisch war. Ich hätte mir so viele Sätze anstreichen können, weil sie so unfassbar auf den Punkt formuliert waren.
Ich mochte ebenfalls sehr, wie die Geschichte aufgebaut war. Oft würde eine solche Geschichte in drei Perspektiven erzählt werden, aber die Autorin hat sich für eine zeitlich stringente Handlung entschieden und wechselt dann nur zweimalig die Erzählperspektive von Liese zu Cora und von Cora zu Eva. Damit bleibt das Tempo ruhig. Es verschiebt sich lediglich der Fokus.
Mir hat gut gefallen, dass der Fokus eigentlich ausschließlich auf den drei Frauen. Natürlich gibt sehr liebenswerte Nebencharaktere, aber ich meine im Speziellen die Männer und Liebesbeziehungen, die drei Frauen zwar haben, aber die eigentlich keine große Rolle spielen und vor allem nicht den Weg der drei Frauen beeinflussen. Ich habe diese Art von unausgesprochenen Feminismus als unfassbar stark empfunden. Die drei Frauen sind sich selbst genug und sind füreinander da. Besonders stark ist die Beziehung zwischen Liese und Cora und zwar von Anfang an.
In dem Buch geht es auch um Heimat und wie die Protagonistinnen sich ihr verbunden fühlen. Von außen betrachtet könnte man sagen, dass es doch etwas Besseres gibt als in so einem kleinen Dorf zu bleiben, wo jeder jeden kennt und wo jeder über jeden redet und dennoch kehren vor allem Cora und Eva zurück, obwohl beide versucht haben woanders zu leben. Wie der Klappentext schon sagt, ist Heimkehren keine Niederlage. Jeder sollte dort leben, wo er oder sie sich am wohlsten fühlt und am Ende ist vielleicht der kleine Ort, von dem man nie gedachte hätte, dass er einem so Herz gewachsen ist, weil es eben nicht anders kennt und vor allem nicht anders liebt.
In dem Buch geht es auch um Heimat und wie die Protagonistinnen sich ihr verbunden fühlen. Von außen betrachtet könnte man sagen, dass es doch etwas Besseres gibt als in so einem kleinen Dorf zu bleiben, wo jeder jeden kennt und wo jeder über jeden redet und dennoch kehren vor allem Cora und Eva zurück, obwohl beide versucht haben woanders zu leben. Wie der Klappentext schon sagt, ist Heimkehren keine Niederlage. Jeder sollte dort leben, wo er oder sie sich am wohlsten fühlt und am Ende ist vielleicht der kleine Ort, von dem man nie gedachte hätte, dass er einem so Herz gewachsen ist, weil es eben nicht anders kennt und vor allem nicht anders liebt.
FAZIT:
Für mich ist Die Riesinnen schon jetzt ein Jahreshighlight. Mir hat an dem Buch alles gefallen. Ich mochte die Frauen und ganz besonders Liese und ganz besonders ihre Stärke, ihren Mut, ihren Willen und ihre Liebe zu ihrer Heimat. Die Sprache von Hannah Häffner trägt durch diese Geschichte und klingt noch lange nach.
Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von Penguin Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
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