Hörbuch-Rezension „Boy in the Park“ – A. J. Grayson

Argon Verlag | 7 Stunden, 2 Minuten Laufzeit | 19,95 € | Amazon

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INHALT:

Ein kleiner Junge verschwindet. Am helllichten Tag wird er aus dem Botanischen Garten in San Francisco entführt. Der einzige Zeuge des Verbrechens ist Dylan, der dort eigentlich in Ruhe seine Mittagspause verbringen wollte. Die Polizei tappt im Dunkeln und so entschließt sich Dylan, auf eigene Faust nach dem Kind zu suchen. Je weiter er bei seiner Suche ins kalifornische Hinterland dringt, je näher er dem Versteck zu kommen scheint, desto verstörender und blutiger werden seine nächtlichen Alpträume. Sie zwingen Dylan dazu, sich seiner eigenen dunklen Vergangenheit zu stellen, die mit einem grausamen Doppelmord in Verbindung zu stehen scheint…

SPRECHER:

Das Hörbuch wird von David Nathan gesprochen. Ich habe sofort Spike aus der Serie Buffy – Die Dämonenjägerin erkannt, aber am bekanntesten ist David Nathan wohl als Sprecher von Christian Bale und Johnny Depp (allerdings nicht in Fluch der Karibik). David Nathan liest auch viele Romane von Stephen King. Seine Stimme ist sehr markant und eignet sich besonders für düstere Stimmen. Eine solche Person gibt es auch in Boy in the Park. Er spricht diese so gut und authentisch, dass es mir oft kalt den Rücken runter gelaufen ist und es häufig nur schwer ertragbar war. Das liegt aber am Charakter der Person. David Nathan setzt dies sehr gekonnt um.

MEINUNG:

Es war für mich mein erstes Hörbuch. Ich habe darin lange keinen richtigen Anwendungsfall gesehen, d.h. ich wusste nicht, wann ich das Hörbuch hören sollte. Ich habe aber festgestellt, dass es sich bei der verwalterischen Blogarbeit und der Hausarbeit sehr gut anbietet. Für mich war es auch eine ganz neue Art ein Buch erleben und es hat mir sehr zugesagt. Mit der Person, die das Hörbuch spricht, steht und fällt aber der Unterhaltungsfaktor des Hörbuchs. Bei Boy in the Park wurde ich nicht enttäuscht.

Lange haben mich eine Geschichte und vor allem deren Konstruktion nicht so begeistert, wie Boy in the Park. Als ich den Klappentext des Romans gelesen habe, hatte ich eine gewisse Erwartung an die Geschichte, aber sie entwickelt sich in eine völlig andere Richtung. Stück für Stück enthüllt der Autor eine tragische Familiengeschichte, bei der sich mir wirklich die Nackenhaare aufgestellt haben und gleichzeitig habe ich auch Mitleid empfunden.

Es ist schwer zu dem Buch etwas zu sagen, ohne zu spoilern und das möchte ich auf keinen Fall. Man sollte das Buch ganz unvoreingenommen lesen, nur mit der Kenntnis des Klappentexts. Ich kann nur so viel sagen, dass das Buch einem wirklich an die Nieren geht und eine schwer ertragbare Thematik enthält, die der Autor dem Leser unbeschönigt und in aller Grausamkeit präsentiert. Für ein Debüt ist das Buch exzellent recherchiert und bietet einen tiefen und vor allem wissenschaftlichen Einblick in die menschliche Psyche.

FAZIT:

Boy in the Park ist ein außergewöhnlicher Thriller, der zu großen Teilen relativ ruhig abläuft und aus vielen Gesprächen besteht. Dennoch wird durch diverse Wendungen und Wahrheiten, die Stück für Stück ans Licht, eine enorme Dichte und Spannung erzeugt. Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen, aber es nichts für schwache Nerven. Ein Roman, in dem nichts so ist, wie es scheint. Grandios!

Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

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