Rezension „Des Teufels Gebetbuch“ – Markus Heitz

Knaur Verlag |Broschiert |  480  Seiten | 16,99 € |Amazon

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INHALT:

Der neue Urban-Mystery-Thriller von Bestseller-Autor Markus Heitz ist ein perfekter Mix aus Unheimlichem, Bösen und subtilem Horror: Der ehemalige Spieler Tadeus Boch gelangt in Baden-Baden in den Besitz einer mysteriösen Spielkarte aus einem vergangenen Jahrhundert. Alsbald gerät er in einen Strudel unvorhergesehener und mysteriöser Ereignisse, in dessen Zentrum die uralte Karte zu stehen scheint. Die Rede ist von einem Fluch. Was hat es mit ihr auf sich? Wer erschuf sie? Gibt es noch weitere? Wo könnte man sie finden? Dafür interessieren sich viele, und bald wird Tadeus gejagt, während er versucht, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Plötzlich steigt der Einsatz: Es ist nicht weniger als sein eigenes Leben.

MEINUNG:

Ich wollte immer schon mal ein Buch von Markus Heitz lesen, aber seine Urban-Fantasy-Romane haben mich bisher nicht so richtig angesprochen. Des Teufels Gebetsbuch entsprach dann schon eher meinen Vorstellungen und so hatte ich Glück es innerhalb einer Leserunde zu lesen.

Bei Teufel muss ich immer an Goethes Faust denken. Ich bin mit dem Buch zu Ostern gestartet und auch das passte ideal, weil mich eben jenes Werk auch immer an den Osterspaziergang denken lässt. Schnell merkte ich, dass Heitz wohl ähnlich Gedanken hegte. Er versetzte den Leser immer wieder ins Leipzig des 18. Jahrhunderts und paarte diese mit sehr vielen Figuren und Elemente aus Goethes Faust, was mir gut gefallen hat und der ganzen Geschichte auch sehr zuträglich war. Heitz schafft es einen genau in diese Zeit hineinzuversetzen. Es las wie ein Roman aus genau dieser Zeit. Ich hatte manchmal meine Schwierigkeiten, aber diese Kapitel waren recht wenig im Vergleich zum Teil, der in der Gegenwart gespielt hat.

Wie Klappentext bereits verrät geht um mysteriöse Spielkarten. Es wird schnell klar, dass es sich nicht um gewöhnliche Spielkarten handelt. Sehr viele Parteien haben Interesse an diesen Karten. Tadeus Boch gerät zufällig in diesen Strudel dieser Machenschaften und wird dann selbst schnell Opfer von der Ausstrahlung der Karten. Relativ bald bekommt Boch auch noch eine Partnerin und zwar die Verlobte eines getöteten Spielers, Poe. Beide tun sich gezwungenermaßen miteinander zusammen und starten eine Verfolgungsjagd (fast) quer über den ganzen Erdball. Wie bereits gesagt, gibt es sehr viele Personen, die sehr eigennützige Interessen an den Karten haben. Es ist zunächst nicht so einfach durch die ganzen Personen und deren Verbindungen untereinander den Überblick zu wahren.

Mir persönlich waren es etwas zu viele Personen und zu viel Ortswechsel. Mich hat das ganze Buch sehr an einen James Bond Film erinnert. Ein Frau und ein Mann auf der Jagd und das mit ganz viel Action und Blut untermalt. Keine Frage, der Roman ist sehr rasant und es gibt kaum Pausen, um mal durchzuatmen und doch konnte ich immer nur stückchenweise lesen. Vielleicht lag es daran, dass der Roman so opulent ist. Ich glaube aber, dass es mir zu viel Action war. Ich konnte auch nicht so richtig ein Geheimnis ausmachen. Die Dinge waren für auch relativ schnell klar. Es gibt gegen Ende eine kleine Wendung, die mich ein wenig überrascht, aber im Großen und Ganzen nicht wirklich verwunderlich war.

Aber eins muss man hier Heitz lassen. Er hat diesen Roman exzellent recherchiert und auch der Schreibstil sucht seines Gleichen. Es gibt sogar einen ausführlichen Anhang, in dem man noch mehr Details zu Spielkarten und die Spiele, die man mit ihnen spielt, erfährt.

FAZIT:

Heitz hat hier eine opulent, mystischen und action-geladenen Thriller geschaffen, der sich durch die Thematik der Spielkarten von vielen anderen in diesem Genre absetzt. Dennoch war der Roman nicht so richtig meins. Weniger wäre in dem Fall mehr gewesen.

Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von Wasliestdu zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Ein Gedanke zu “Rezension „Des Teufels Gebetbuch“ – Markus Heitz

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