Filmkritik „Sieben Minuten nach Mitternacht“

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Ich hatte das große Glück letztes Jahr im Dezember vom cbt/ cbj Verlag eingeladen die Verfilmung von Sieben Minuten nach Mitternacht vorab als Pressevorführung sehen zu dürfen. Das Buch hatte im Sommer des gleichen Jahres bereits gelesen. Heute verrate ich Euch, wie mir der Film gefallen hat (natürlich spoilerfrei).

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Der kleine Conor (Lewis MacDougall) lebt bei seiner kranken Mutter Elizabeth (Felicity Jones) und fühlt sich in der Schule alles andere als wohl – einige Kinder hänseln Conor, andere behandeln ihn wegen der Krankheit seiner Mama wie ein rohes Ei. Und auch zu Hause scheint sich alles nur noch weiter zu verschlimmern, vor allem wenn Conor bei seiner strengen Großmutter (Sigourney Weaver) sein muss. Als wäre dies alles nicht schon aufwühlend genug, hat Conor obendrein immer wieder Alpträume, in denen er an den drohenden Tod seiner Mutter erinnert und die alte Eibe vor dem Fenster lebendig wird, sich plötzlich in ein knorriges Monster (Stimme im Original: Liam Neeson) verwandelt. Das unheimliche Wesen zerstört die Umgebung – und erzählt Conor, worin der Unterschied besteht zwischen Realität und Märchen…

STUDIOCANAL GmbH präsentiert einen Film von Juan Antonio Bayona

BESETZUNG
Lewis MacDougall als Conor // Felicity Jones als Lizzie, Conors Mutter // Sigourney Weaver als Conors Großmutter // Toby Kebbell als Conors Vater // Geraldine Chaplin als Schulleiterin // Liam Neeson als Das Monster // und vielen mehr

STAB
Regie: J. A. Bayona // Produzent: Belén Atienza // Drehbuch & Romanvorlage: Patrick Ness (nach einer Idee von Siobhan Dowd) // Kamera: Óscar Faura // Szenenbild: Eugenio Caballero // Schnitt: Bernat Vilaplana, Jaume Martí // Kostüme: Steven Novle // Maske: Marese Langan // Musik: Fernando Velázquez // VFX Supervisor: Félix Bérges // SFX Supervisor: Pau Costa

FSK ab 12 Jahren freigegeben

Meine Meinung:

Das gleichnamige Buch von Patrick Ness nach der Idee von Siobhan Dowd, die leider vor der Fertigstellung ihrem eigenen Krebsleiden erlegen ist, hatte ich im Sommer des gleichen Jahres bereits gelesen und wusste was mich erwartet. Es ist ein vielseits gehyptes Buch, welches es in mehreren Auflagen gibt. Besonders gut haben mir die Zeichnungen gefallen, mit dem sich vieles Geschriebene nochmals bildhafter vor Augen führen konnte. Ich tue mich grundsätzlich schwer mit solchen Bücher, wo jemand sterbenskrank ist und der Ausgang eigentlich schon klar. Es sind oft Geschichten, die wichtig sind, weil so etwas eben auch zum Leben dazu gehört und vielleicht helfen sie auch Betroffenen, die selbst davon betroffen sind. Dennoch zählen solche Bücher nicht zu meinen Lieblingsbüchern, aber sie hinterlassen bei mir in der Regel einen bleibenden Eindruck. Ich war also neugierig, wie Sieben Minuten nach Mitternacht als Film umgesetzt worden ist. Vielleicht war ich auch etwas skeptisch, vor allem was die Verkörperung des Monsters anging.

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Quelle: Studiocanal

Mein Sorge blieb zum Grund unbegründet. Juan Antonio Bayona ist meinen Augen ein Meisterwerk gelungen, das es schafft Realität, Emotionen und Fantasie miteinander zu verknüpfen. Vor allem aber bleibt der Film sehr nah am Buch. Die Intensität, die Conors Situation einhüllt ist auch mit jeder Faser im Film spürbar. Für mich war diese sogar noch stärker als im Buch. Ich wurde förmlich mitgerissen

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Quelle: Studiocanal

Der Cast bei diesem Film kann sich sehen lassen, denn er ist mit Felicity Jones (die momentan in vielen Filmen mitspielt), Sigourney Weaver und Liam Neeson prominent besetzt. Dennoch ist für mich Lewis MacDougall, der den Conor verkörpert, der Star des Films. Er verkörpert mich den perfekten Conor, denn ihm gelingt es fabelhaft die ganze Palette an Gefühlen, Zerrissenheit, Wut, Angst, Traurigkeit, wiederzugeben.

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Quelle: Studiocanal

Der Film schaffte zwar nicht mir Tränen zu entlocken (was eh kaum ein Film schafft), aber einen dicken Kloß habe ich trotzdem im Hals. . Oft schweifen meine Gedanken ab, auch bei Filmen und Serie, aber hier war ich fast zwei Stunden wie gebannt und konnte auch danach das Gefühl nur schwer abschütteln als aus dem dunklen Kinosaal wieder ins Sonnenlicht trat.

Fazit:

Es ist kein Film mit Happy-End. Man sollte wissen worauf man sich hier einlässt und vielleicht auch in der Stimmung für diesen Film sein. Für mich war einer der besten Literaturverfilmungen der letzten Zeit und auch einer der besten Filme, die ich je gesehen habe. Absolute Empfehlung von meiner Seite!

Trailer

Ab dem 04. Mai im Kino!

 

Ein Gedanke zu “Filmkritik „Sieben Minuten nach Mitternacht“

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