Rezension „Quarter Life Poetry: Warum Freunde Kinder bekommen und bei mir nicht mal ein Kaktus überlebt“ – Samantha Joyce

btb Verlag | Taschenbuch | Übersetzer: Anna Hickmann, Wiebke Vogt | 176  Seiten | 9,00 € |Amazon

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INHALT:

Wild, witzig und tough – Samantha Jayne gelingt es, das Lebensgefühl der heutigen Mittzwanziger einzufangen, einer Generation, die zwischen nicht abbezahlten Studienkrediten, Dating-Apps und dem ersten schäbigen Einzimmerappartement ständig an sich selbst zweifelt. Sie hat ein Buch für ihre Generation geschrieben: Was denken die Mittzwanziger wirklich über ihre Beziehungen, ihre Jobs, ihre Körper, im Supermarkt und ja, auch beim Sex? Sie fängt die Sorgen, Unsicherheiten und die symphatische Panik vor dem Leben so charmant wie selbstironisch ein, dass es eine schiere Freude ist. Denn Samantha Jayne trifft mit ihren wunderbar pointierten Sprachbildern und umwerfenden Illustrationen aus dem echten Leben den Nerv der Zeit!

MEINUNG:

Als das schmale Büchlein bei mir ankam, war ich über die Aufmachung überrascht. Natürlich hätte ich bei dem Wort „Poetry“ darauf kommen können, dass es sich um Gedichte handeln könnte, denn genau das beinhaltet das Buch. Es ist eine Sammlung von Gedichten der amerikanischen Autorin Samantha Joyce zu ihrem gleichnamigen Instragram-Account. Mir sagten der Name der Autorin und deren Instragram-Profil leider nichts. Mich hat das Buch interessiert, weil eben (fast) genau in dem Alter bin, an die sich Gedichte von Samantha Joyce: An junge Leute, die ein Viertel ihres Lebens rum haben, sprich alles um die 25 Jahre.

Die Gedichte sind in die Kategorien, „Struggles“ genannt, Alltag, Geld, Essen, Social Life, Sex, Liebe, Hochzeiten, Fashion, Arbeitslosigkeit und Job unterteilt. In jedem Bereich gibt so um die zehn thematisch passende vierzeilige Gedichte mit einem dazu passenden Bild. Das Cover ist u.a. ein Bild zu einem solchen Gedicht. Es sind also keine Karikaturen oder ähnliches, sondern geschmackvolle Bilder, die den Text unterstützen sollen, insgesamt aber relativ unaufgeregt sind und den Text im Fokus lassen.

Mit einigen Texten konnte ich mich sehr gut identifizieren und mit einigen weniger. Man muss hier vielleicht auch beachten, dass die Autorin Amerikanerin ist und ein Studienkredit in den USA etwas ganz normales ist. Natürlich gibt es sowas auch in Deutschland, aber ich denke nicht in dieser Vielzahl. Studieren in den USA ist deutlich kostspieliger als hierzulande. Diese Situation wirkt dann natürlich auch auf das Wohn- und Vermögensverhältnis aus. Aus diesem Grund, konnte ich mit den Aussagen aus den Bereichen Alltag, Geld, Essen, Arbeitslosigkeit nicht ganz so viel anfangen, auch weil mein beruflicher Werdegang relativ engmaschig war und ich parallel gearbeitet und studiert habe. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass sich hier auch viele deutsche Studenten wiederfinden.

Die Texte in den Bereichen Social Life, Sex, Liebe, Hochzeiten und Fashion hatten für mich einen höheren Wiedererkennungswert und ich musste auch sehr häufig schmunzeln, weil ich es nicht hätte besser formulieren können in so wenigen Worten.

 

FAZIT:

Samantha Joyce trifft mit ihren kurzen Gedichten häufig den Nagel auf den Kopf und hat Potential sich zur Stimme einer Generation zu entwickeln. Leider kann man ihre Aussagen, meiner Meinung nach, nur bedingt auf Deutsche, in diesem Alter anwenden bzw. sich damit identifizieren. Es ist ein schönes Buch für zwischendurch, welches man auch gut als Klo-Buch nutzen kann (Zitat der Autorin!), um immer mal wieder darin zu schmökern.

Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise vom btb Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

2 Gedanken zu “Rezension „Quarter Life Poetry: Warum Freunde Kinder bekommen und bei mir nicht mal ein Kaktus überlebt“ – Samantha Joyce

  1. Pingback: [Gelesen] Quarter Life Poetry

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