Rezension „Aquila“ – Ursula Poznanski

Loewe Verlag | Taschenbuch |432 Seiten | 16,95 € |Amazon und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Ohne Erinnerung an die letzten zwei Tage streift die Studentin Nika durch Siena. Sie vermisst ihr Handy, ihre Schlüssel und ihren Pass. Mitbewohnerin Jennifer ist ebenfalls verschwunden. Dafür steckt in Nikas Hosentasche ein Zettel mit mysteriösen Botschaften und Anweisungen.

Das Blut ist nicht deines.
Du weißt, wo das Wasser am dunkelsten ist.
Halte dich fern von Adler und Einhorn …

Welchen Sinn soll das ergeben? Und was, zum Teufel, ist geschehen zwischen Samstagabend und Dienstagmorgen?

MEINUNG:

Ursula Poznanski gehört zu den Autorinnen, die jedes Jahr im Sommer ein neues Buch raus bringen. Im letzten Jahr habe ich Elanus gelesen. Darauf folgte die Eleria-Trilogie (für mich eine der besten Jugendbuchdystopien) und Saeculum. Natürlich musste ich auch Aquila unbedingt lesen. Das Buch hält, was es verspricht.

Aquila spielt im italienischen Siena, was mich als Italienliebhaberin sehr gefreut hat. Der Autorin gelingt es auch sehr gut das italienische Flair zu transportieren, auch wenn ich noch nie Siena war. In mir hat es sofort die Lust geweckt nach Italien zu reisen.

Die Geschichte um Nika beginnt sehr undurchsichtig. Nika wacht auf und ihr fehlen zwei Tage Erinnerung. Sie findet einen Zettel mit mysteriösen Botschaften in der Tasche. Die Botschaften werden nach und nach entschlüsselt, aber es ist quasi unmöglich sie selbst mit zu entschlüsseln. Trotzdem sind dieser wirklich gut durchdacht und ziehe meinen Hut vor dieser schriftstellerischen Leistung. Der Spannungsbogen wird konstant hoch gehalten, wie man von Poznanski gewohnt ist. Dennoch hatte ich nicht das Gefühl der Lösung irgendwie näher zu kommen und das frustriert mich als Leser einfach irgendwann. Ich möchte eigentlich gerne bei Krimis und Thrillern miträtseln können, aber es war hier einfach nicht möglich. Das ist aber nicht nur typisch für Poznanski, sondern auch für andere Autoren. Ich werde da schnell ungeduldig. Seitenlange Abhandlungen, wie Nika fast in einem See ertrinkt sind dem nicht gerade zuträglich.

Zu Nika an sich habe ich auch nicht so richtig einen Zugang gefunden. Höchst fragwürdig war für mich auch, wie sie die Lösung des Ganzen angeht. Was mich auch gestört hat, dass sie das partout alles alleine aufklären wollte und sich dabei selbst nicht nur einmal in Gefahr bringt. Ich fand das nicht wirklich mutig, sondern leichtsinnig. Bei der Aufklärung hat sie auch keinen wirklichen Plan, sondern lässt sich willkürlich leiten. Einige Lösungen ergeben sich auch durch Zufall. Irgendwann kehren natürlich auch ihre Erinnerungen wieder, aber das passiert dann einfach so, ohne nachvollziehbaren Grund. Das fand ich recht seltsam. Ich ertappe mich häufig dabei, dass ich mit den Charakteren von Ursula Poznanski nicht so richtig zurechtkomme. Häufig verhalten sich ihre Charaktere in meinen Augen überhaupt nicht altersgerecht. Kein Vergleich zur wirklichen mutigen und cleveren Ria aus der Eleria-Trilogie.

Die Auflösung des Ganzen habe ich nicht kommen sehen. Die ganze Motivation dahinter fand ich allerdings relativ fragwürdig. Auch die Tathergänge waren ein wenig seltsam, wenn auch recht komplex. Ich habe mich gefragt, ob sowas realistisch ist, aber gut es handelt sich hier um Fiktion und man sollte da nicht zu viele Fragen stellen. 😉

FAZIT:

Wäre es ein Thriller für Erwachsene, dann würde meine Bewertung schlechter ausfallen, aber für einen Jugendthriller war das Buch wirklich gut. Ursula Poznanski schafft immer einzigartige Geschichte. Kein Buch was sie schreibt, ist was andere und das finde ich immer wieder toll, auch wenn die mir die Charaktere selten ans Herz wachsen.

Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise vom Lovelybooks zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Weitere Meinungen:

Tintenhain

Hisandherbooks

Magically Princess

 

Ein Gedanke zu “Rezension „Aquila“ – Ursula Poznanski

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