Rezension „Der letzte Liebesbrief“ – J. Vellguth

CreateSpace Independent Publishing Platform | eBook | 448 Seiten | 4,99 € |Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Nell wünscht sich nichts sehnlicher, als ihre Tante endlich wieder glücklich zu sehen. Als sie bei ihrem Umzug einen versteckten Liebesbrief findet, der an Bernadette gerichtet ist, wittert sie ihre Chance. Voller Elan begibt sie sich auf eine verschlungene und geheimnisvolle Reise in die Vergangenheit.

Dabei trifft sie auf einen attraktiven Fotografen, der einfach viel zu gut ist, um wahr zu sein.

Sam ist Mode-Fotograf, erfolgreich, berühmt und … er hat seine Muse verloren. Erst ein berührender Liebesbrief in den Ruinen eines alten Gebäudes und das Funkeln in den Augen einer ganz besonderen jungen Frau lassen ihn hoffen, dass seine Inspiration noch nicht ganz erloschen ist.

Doch je länger er Nell folgt, desto deutlicher wird, dass noch wesentlich mehr hinter ihrer Geschichte steckt, als auf den ersten Blick zu sehen ist. Sind die beiden stark genug, um die Schatten ihrer Vergangenheit zu besiegen?

MEINUNG:

Die Bücher von J. Vellguth habe ich schon länger ins Auge gefasst und sie stand für dieses Jahr auf meiner Must-Read-Liste. Anlass war dafür die mehrmalige persönliche Begegnung auf der Love Letter Convention und beim Romance Dinner auf der Frankfurter Buchmesse 2018. Nun wurde mir Der letzte Liebesbrief von Jacky das Buch vorab zum Lesen angeboten, worüber ich mich sehr gefreut habe und das habe ich gleich zugesagt.

Das Buch ist sehr schön gestaltet. Besonders sind mir die Kapitelüberschriften ins Auge gefallen, die von der Autorin mit Songtitel benannt worden sind. Auch wenn ich selbst nicht so viel Zugang zu Songtexten im Allgemeinen habe, merkt man, dass sich hier viel Gedanken gemacht wurden den passenden Titel zum Inhalt des Kapitels zu finden.

Der Einstieg ins Buch gelang mir leicht. Man ist ab dem ersten Kapitel mitten im Geschehen und große Einleitung. Auch die Begegnung zwischen Nell und Sam ist gleich Bestandteil dieses Kapitels. Anfangs hatte ich so meine Probleme mit dem doch recht blumigen Schreibstil, der durch viele Adjektive und Emotionen geprägt ist. Ich bin ein eher Freund von einer klaren, nüchternen Erzählweise. Dennoch bin ich nach einiger Zeit dann doch reingekommen und konnte mich voll und ganz auf die Geschichte einlassen.

Nell ist eine besondere Person, die bereits viel in ihrem Leben mitmachen musste, was ihrem Wesen deutlich anzumerken ist. Sie hat große Schwierigkeiten sich gegenüber anderen zu öffnen und Gefühle zu zeigen, obwohl sie voll davon ist. Nell hat durch einen schlimmen Unfall als Baby eine Verletzung davongetragen, die sie für immer gezeichnet hat. Das ist der Grund, weswegen sie Schwierigkeiten hat sich selbst so zu akzeptieren, so wie sie ist. Diese ganze Thematik hat die Autorin sehr einfühlsam verarbeitet ohne das kitschig oder unglaubwürdig wirkte. Zu Sam kann ich gar nicht so viel sagen, weil er neben Nells fast ein wenig erblasste. Sam ist Künstler und liebt seine Familie über alles, so kann man ihn eigentlich am besten zusammenfassen.

Nell und Sam begeben sich auf eine sprichwörtliche Schnitzeljagd von Brief zu Brief und stoßen dabei immer tiefer in die Geheimnisse und auch Abgründe von Nells Familie und Vergangenheit. Dieser Aspekt hat mir in der Geschichte sehr gut gefallen, rutscht aber manchmal fast etwas zu sehr in den Hintergrund. Der Fokus liegt ganz klar auf der Entwicklung der beiden Hauptcharaktere und natürlich auch der Beziehung zueinander, die sich auf ihrem Abenteuer immer mehr entwickelt. Mir gefiel gut, dass wir hier keine typische Insta-Love Story haben, sondern auch hier wird genug Zeit eingeräumt und der Weg dorthin ist auch mit dem ein oder anderen Konflikten gepflastert.

Momentan gibt es das Buch zum Einführungspreis für 2,99€ (klickt dazu einfach oben auf den Amazon-Button).

FAZIT:

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten gefiel mir Der letzte Liebesbrief immer besser. Die letzten 20% haben es für mich absolut rausgerissen, da die Geschichte hier enorm an Tempo aufgenommen hat. Ansonsten ist eine sehr emotionale Geschichte, in der viele Themen einfühlsam und authentisch verarbeitet werden ohne dabei kitschig zu wirken. Nell als sehr außergewöhnliche Protagonistin macht die Geschichte zu etwas Besonderem, was bei mir im Kopf bleiben wird.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von J. Vellguth* direkt zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

*Folgende Verlinkungen kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung.

 

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Ein Gedanke zu “Rezension „Der letzte Liebesbrief“ – J. Vellguth

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