Rezension „Die im Dunkeln“ – Karen Ellis

Rowohlt Verlag* | Taschenbuch | Übersetzer: Bettina Zeller | 336 Seiten | 9,99 € |Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Jede Minute zählt. Jeder Fehler kann tödlich sein.
Elsa Myers ist FBI-Expertin für Fälle von verschwundenen Kindern und Jugendlichen. Sie weiß aus bitterer Erfahrung, was es heißt, ein verlorenes Kind zu sein … Elsa soll nach der 18jährigen Ruby suchen, einem Mädchen aus behüteten Verhältnissen – doch ihr ist klar, dass der Schein oft trügt. Schnell wird klar, dass Rubys Verschwinden mit mehreren ungelösten Fällen in Verbindung steht. Die Suche nach dem Mädchen wird zur Jagd nach einem teuflischen Unbekannten – der vermutlich schon seit Jahren tötet.

MEINUNG:

Die im Dunkeln ist mein erstes Buch von Karen Ellis gewesen. Auch unter ihren Psyeudonym „Kate Pepper“ habe ich bisher noch nichts gelesen. Vor allem war ich an der Rolle einer FBI-Expertin interssiert.

Die Geschichte beginnt ohne großes Vorgeplänkel gleich mit einem düsteren Prolog. Dann wechselt die Sicht zu Elsa, die wir dann im weiteren Verlauf begleiten. Neben dem Gegenwartsstrang gibt es immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit von Elsa, welche nicht als solche gekennzeichnet sind, aber die Autorin wechselt hier zum „Du“. Man erfährt so aus einer distanzierten Ich-Perspektive von Elsa. Das wird nicht explizit gesagt, aber man kann es auch den Zusammenhängen deuten.

Dieser Teil liefert auch ein wenig der Erklärung, warum Elsa so ist, wie sie ist, nämlich ziemlich verschlossen. Sie ist voller Emotionen, aber findet nicht den richtigen Weg diese rauszulassen. Sie steht sich eigentlich permanent selbst im Weg und vertraut niemanden. Trotzdem ist sie eine äußerst fähige Ermittlerin, die alles gibt, was sie hat, selbst mit einem todkranken Vater im Krankenhaus. Die Autorin hat Elsa unheimlich gut und hohen psychologischen Dichte ausgearbeitet. Mit ihrer eigenen Geschichte drängt sie manchmal fast den Fall etwas in den Hintergrund, was ich eigentlich nicht mag.

Der Fall an sich ist gut konstruiert. Dem Täter kommen sie aber schnell auf die Spur. Mir fehlten die spannenden Wendungen, die typischen Irreführungen und das Miträtseln. Am Ende hofft man nur, dass der Täter und die Opfer schnell gefunden werden. Hier geht es dann aber nur noch um das Wie und nicht darum wer es ist. Möglicherweise lag an der Kürze der Geschichte oder dass Elsas Vergangenheit zu viel Platz eingenommen hat, so dass die Spannung hier drunter gelitten hat.

FAZIT:

Die im Dunkeln war definitiv kein schlechter Thriller und durchaus lesenswert, aber die Diskrepanz wirklich gutem Erzählstil und Spannung fand ich etwas merkwürdig. Für mich war die Geschichte fast komplett vorhersehbar, aber die Autorin hat psychologisch so dicht und intensiv erzählt, vor allem was Elsas Vergangenheit anging. Ich in aber dazu geneigt ein weiteres Buch von der Autorin zu probieren.

Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise vom Rowohlt Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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