Interview mit Nikola Scott auf der LBM19

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Leider etwas verspätet, aber deswegen nicht weniger aktuell: Mein Interview auf der Leipziger Buchmesse mit der wunderbaren Nikola Scott. Ich durfte mit ihr, organisiert vom Rowohlt Verlag, auf der Messe ein Interview führen und möchte euch gerne daran teilhaben lassen, was sie mir so alles verraten und erzählt hat. Ich werde das Interview nur indirekt wiedergeben und nicht wortwörtlich.

af_scott_nikola_websiteNikola Scott ist in Deutschland geboren und aufgewachsen, auch wenn es ihr Name und die Tatsache, dass sie ihre Romane auf Englisch schreibt, auf den ersten Blick gar nicht vermuten lässt. Nikola lebt derzeit mit ihrer Familie in Frankfurt, hat aber viele Jahre in Großbritannien und USA, wo auch ihr Ehemann herkommt, in diversen Verlagen gearbeitet. Beim Rowohlt Verlag sind von ihr bisher zwei Romane erschienen, Zeit der Schwalben und das Leuchten des Sommers.

 

Auf meine Frage wie sie zum Schreiben gekommen ist, verriet sie mir, dass das eher zufällig gekommen ist. Als Lektorin hatte sie bereits viele Eindrücke vom Schreiben, wirklich los gelegt hat sie erst als es sich „zeitlich“ ergeben hat. Auf Grund ihrer Kinder hatte sie keinen Vollzeitjob mehr. So hatte sie mehr Zeit zum Schreiben und konnte so auch eine „Brücke zurück“ in ihren Job als Lektorin schlagen. Mit dem Schreiben anzufangen war für sie ein „natürlicher Schritt“. Allerdings kann sie sich beim Redigieren ihres eigenen Textes nicht immer ganz frei machen von ihrer vormaligen Tätigkeit als Lektorin und neigt dazu immer viel zu bearbeiten. Um Schreiben und Familie unter einen Hut zu bekommen, hält sie sich an feste Schreib- bzw. Arbeitszeiten von sechs Stunden and 4 bis 5 Vormittagen in der Woche. Schreiben tut sie hauptberuflich.

Für mich war besonders spannend zu erfahren, warum sie als gebürtige Deutsche auf Englisch schreibt. Englisch ist die Sprache, in der sie sich heute Zuhause fühlt und auf der sie sich dementsprechend auch beim Schreiben besser ausdrücken. Dennoch war das nicht immer so. In der Schule war Englisch zwar ein Unterrichtsfach, aber so richtig „klick“ hat es erst im Studium gemacht und natürlich durch ihren beruflichen Schwerpunkt in einem englischsprachigen Land, wie Großbritannien. Englisch hat sie nach eigenen Aussagen vor allem aus Büchern gelernt, die sie in der Studiumszeit gelesen hat. Auf Deutsch schreibt sie gar nicht und plant es derzeit auch nicht.

Zeit der Schwalben war ihr erster Roman und davon hat sie zunächst drei Versionen geschrieben, denn nur weil man viel liest, heißt das noch lange nicht, dass man in der Lage ist sofort einen für sich stimmigen Roman zu schreiben. Vermutlich lag es daran, dass sie hier zunächst einfach drauf losgeschrieben hat. Heute ist sie disziplinierter, fertigt Listen mit den Charakteren und A3 Vorlagen mit groben Verläufen und Notizen an, damit gewisse Hinweise und Clues, die sie anfangs einstreut, auch am Ende noch stimmig sind und beim Leser den berühmten Aha-Effekt auslösen.

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Ihren Recherchen erfolgen punktuell zu dem Thema, welches sie in ihrem jeweiligen Roman bearbeiten will. In Zeit der Schwalben geht es um ein relativ dunkles Thema der englischen und auch irischen Geschichte, den Heimen für junge, ledige Mütter. Dazu hat Nikola viel Literatur gelesen, welches auch im Roman hinten angegeben ist.

Abschließend habe ich sie gefragt, ob sie sich auch vorstellen könnte in einem anderen Genre zu schreiben und da würde für sie, wenn dann nur historische Romane in Frage kommen, aber sie bevorzugt ihren derzeitigen Mix aus historisch gepaart mit zeitgenössisch. Auf jeden Fall hat sie noch eine ganze Liste mit potenziellen Roman Ideen.

Nikola arbeitet derzeit an ihrem dritten Roman, auf den ich schon sehr gespannt bin. Sie hat mir verraten, dass es wieder ein Roman auf zwei Zeitebenen sein wird. Im März 2020 wird das Buch zunächst in England erscheinen und dann hoffentlich auch bald auf Deutsch.

Vielen Dank an Nikola für dieses fantastische Interview, welche mehr eine sehr angenehme Plauderei war!

Rezensionen zu ihren Romanen, welche ich euch wärmstens ans Herz legen möchte:

Zeit der Schwalben

Leuchten des Sommers

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