Rezension „Doggerland. Tiefer Fall“ – Maria Adolfsson

List Verlag* | Broschierte Ausgabe | Übersetzer: Stefanie Werner | 416 Seiten | 15,00 € |Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Es ist Weihnachten, als ein Toter auf Noorö, der nördlichsten Insel von Doggerland, gefunden wird. Karen Eiken Hornby stürzt sich in die Ermittlungen – erleichtert, auf Weihnachten verzichten zu können. Ein weiterer Mord zeigt eine Verbindung zu einer örtlichen Whiskydestillerie, aber am meisten beunruhigt Karen, dass ihre eigene Familie in den Fall verwickelt zu sein scheinen. Der Fall wird mehr und mehr zu einem Balanceakt zwischen Karens Privatleben und ihrer Rolle als Polizistin.

MEINUNG:

Doggerland. Tiefer Fall ist der zweite Fall von Ermittlerin Karen Eiken Hornby. Ihr erster Fall Doggerland. Fehltritt hatte mir sehr gefallen und dementsprechend war ich sehr gespannt auf diesen nächsten Fall.

Karen Eiken Hornby leidet immer noch unter den körperlichen Beeinträchtigungen aus dem Ende des ersten Falls und ist krankgeschrieben Zuhause bis sie einen Anruf von ihrem Chef bekommt. Auf der Insel Noorö wurde ein Toter gefunden, bei dem es sich höchst wahrscheinlich um Mord handelt. Mit Noorö hat Karen auch eine persönliche Verbindung, denn dort hat sie einen Teil ihrer Kindheit verbracht, da ihre Familie väterlicherseits von dort stammt.

Ich mochte Karen wieder einmal, die in der Vergangenheit schon so viel Kummer erleben musste, schon im ersten Band sehr. Sie ist zum Teil für Fremde nur recht schwer zugängig und lässt nur wenige hinter ihre Fassade gucken. Ihr privates Umfeld, quasi ihre selbstgewählte Familie, ist ein wirklich bunter Haufen, der allerdings immer zu ihr hält. Manchmal ist es ihr auch zu viel Nähe. Man merkt, dass sie es nicht gewohnt ist und sie ist in ihren Gefühlen dazu auch sehr ambivalent. Einerseits braucht sie die Gesellschaft, andererseits fehlt ihr ein wenig die Rückzugsmöglichkeit. Ich hatte aber den Eindruck, dass sie immer mehr wieder zurück in ein Leben findet, welches sie eigentlich schon abgeschrieben hatte bzw. welche sie sich nicht erlaubt hat zu leben.

Die Mordermittlung auf Noorö zwingt Karen auch mit ihrer Familie zu sprechen und sie gerät dort in ein paar Gewissenkonflikte. Es passiert vieles parallel zum Fall in Karens Privatleben und es passiert leider das Übliche in solchen Fällen: Der Fall rückt etwas in den Hintergrund und so geht auch die Spannung etwas verloren bzw. sie ist generell auf einem recht niedrigen Level. Ich wusste aber bereits aus dem ersten Band worauf ich mich hier einlasse.

FAZIT:

Mit Tiefer Fall habe ich genau das bekommen, was ich erwartet habe: Einen atmosphärischen, skandinavischen Thriller, der viel Augenmerk auf den ermittelnde Polizistin Karen Eiken Hornby liegt. Wer hier einen rasanten Thriller erwartet, der ist mit diesem Buch nicht gut beraten.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise über Vorablesen* vom List Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

*Folgende Verlinkungen kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung.

Ein Kommentar zu „Rezension „Doggerland. Tiefer Fall“ – Maria Adolfsson

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