Bastei Lübbe Verlag* | Gebundene Ausgabe | 400 Seiten | 22,00 €

INHALT:
Dunkle Regenwolken treiben über dem kleinen Friedhof in der Marsch, als Kommissarin Frida Paulsen der Beerdigung eines ehemaligen Schulfreundes beiwohnt. Am nächsten Tag steht sie erneut vor seinem Grab – Spuren deuten darauf hin, dass es in der vergangenen Nacht geschändet wurde. Entsetzt blickt sie nun in das Innere des Sarges: Auf dem Leichnam des Verstorbenen liegt eine weitere Leiche, die eines Mädchens, bekleidet mit einem Kopftuch und einem altertümlichen Kleid. Handelt es sich bei der Toten um eine der Zwillingsschwestern, die vor Jahren verschwanden? Ihre Ermittlungen führen Frida und ihren Kollegen Bjarne Haverkorn schon bald zu einem Ehepaar, das nach archaischen Regeln auf einem abgelegenen Gehöft lebt. Und dunkle Geheimnisse zu verbergen scheint …
MEINUNG:
Düstergrab ist der sechste Band der Elbmarsch-Krimi um die Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn. Bisher habe ich alle Bände der Reihe gelesen und empfehle auch sie in der Reihenfolge zu lesen, um sich nicht bei den Privatleben der ermittelnden Personen zu spoilern. Meine Bisher liebsten Teile waren Nebelopferund Sterbekammer.
Düstergrab beginnt mit der Beerdigung von einem ehemaligen Schulfreund von Frida Paulsen. Der neue Fall beginnt damit, dass auf eben jenem Schulfreund die Leiche eines Mädchen gefunden wird, dass schon ein paar Jahre als vermisst galt, ebenso ihre Zwillingsschwester. Das Mädchen trägt recht unübliche Kleidung für unsere heutige Zeit – ein Kopftuch und ein altertümliches Kleid. Nach und nach stoßen Bjarne und Frida auf noch weitere Ungereimtheiten.
Ich muss positiv erwähnen, dass es in diesem Fall der Fokus wieder mehr auf der Ermittlungsarbeit liegt als auf dem Privatleben von Frida, wie es in Nebelopferder Fall war. Natürlich erfährt man auch etwas über Thorben, der jetzt in Süddeutschland arbeitet. Frida muss sich mit dem Gedanken einer möglichen Fernbeziehung auseinandersetzen, bleibt aber fokussiert auf den Fall. Wie gewohnt geht es gleich rasant los und der Spannungsbogen wird konstant gehalten. Die Kapitel sind, wie für Thriller und Krimis normal, relativ kurz und ich bin förmlich durch die Seiten geflogen. Bjarne, der eigentlich beim LKA in der neuen Abteilung für Cold Cases arbeitet, kann kurzfristig „ausgeliehen“ werden für die Ermittlungen eines Cold Cases, nämlich das Verschwinden der beiden Zwillingsschwestern betreffen. Mir hat es auch wieder gefallen, dass es einen zweiten Handlungsstrang/ Fall gibt, der parallel zu eigentlichen Fall verläuft und einen Kollegen von Frida betrifft. Bei den Krimis von Romy Fölck kann man immer gut miträtseln und bekommt dann trotzdem noch ein paar unerwartete Wendungen. Meiner Meinung nach entwickelt sich Romy Fölck mit jemand Buch weiter und schafft mehr Komplexität.
FAZIT:
Düstergrab ist der sechste Band der Elbmarsch-Krimireihe und ist wieder gut gelungen. Ich bin förmlich durch die Seiten geflogen und schätze die Entwicklung des Falls und der Autorin. Ich freue mich auf die nächsten Bände!
Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von Bastei Lübbe Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
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2 Kommentare zu „Rezension „Düstergrab“ – Romy Fölck“