Rezension „The Florist“ – C. L. Pattison

dtv Verlag* | Broschierte Ausgabe | Übersetzung: Wolfgang Thon |  353 Seiten | 16,00 € 

INHALT:

Amy Mckenzie steckt alles, was sie hat, in ihren Londoner Blumenladen ›Darling Blossoms‹ und das Einzige, was ihr noch zum gesellschaftlichen Aufstieg fehlt, sind ein paar weitere einflussreiche Kunden. Als Amy von einem erfolgreichen Architekten damit beauftragt wird, die Blumen für die Geburtstagsparty seiner Schwägerin Isabel zu liefern, fühlt sie sich ihrem Ziel zum Greifen nah. Und Isabel ist alles, was Amy sich immer erträumt hat zu sein: schön, selbstbewusst und beliebt. Immer mehr wird Amy Teil von Isabels Leben, doch dann kommt jemand furchtbar zu Tode, und alle Augen sind auf Amy gerichtet. Sie muss alles tun, um den Verdacht von sich zu lenken, denn in ihrer Vergngenheit lauert eine Tat, die niemals entdeckt werden darf, und auch die Elliotts scheinen nicht unschuldig zu sein …

MEINUNG:

Ich muss sagen, dass mich bei The Florist zuerst das schöne Cover angesprochen hat. Außerdem fand ich die Storyline spannend und mag alle Bücher, die in England spielen.

Der Aufbau ist abwechslungsreich. Es gibt normale Kapitel und es gibt Zeugenbefragungen, was ich sehr mochte, denn es hält beim Lesen bei der Stange und ich mag auch einfach Ermittlungsarbeit. Die normalen Kapitel springen immer zwischen Gegenwart und Vergangenheit, wobei ist da nicht immer ganz durchgesehen habe, aber beim Lesen wird klar, wo man sich zeitlich befindet. Es hätte meiner Meinung nach gerne etwas geordneter sein können. Meistens lesen wir die Geschichte aus Amys Sicht, nur einmal gibt es eine Ich-Sichtweise der Nachbarin, die gar reingepasst hat. Amy fand ich nur schwer greifbar, obwohl aus der Ich-Perspektive erzählt wurde. Ich fand sie ein bisschen seltsam und ich glaube, dass auch genau dieser Eindruck gewollt worden ist von der Autorin. Amy lebt ein recht einsames Leben, hat keinen Partner, keine Freunde. Dann gibt es noch irgendwas in ihrer Vergangenheit/ Kindheit. Als Isabel, genannt Izzy, in ihre Leben tritt, wird es auch alles noch seltsamer, denn Amy hat diese Begegnung geschickt eingefädelt. Man weiß also nicht so richtig, woran man bei Amy ist und es geht so ein bisschen in die Richtung „unzuverlässige“ Erzählerin, was ich mochte.

Die Spannung schraubt langsam hoch. Das Buch braucht gut 150 Seiten um richtig Fahrt aufzunehmen. Was an dem besagten Partyabend bei den Elliotts dann passiert ist, fand ich zunächst relativ verworren, aber es klärt sich am Ende alles gut auf. Ich habe den Verlauf so nicht kommen sehen. Alles in allem geht hier um Schuld und Rache, was immer bitter ist, wenn dafür unschuldige Menschen sterben müssen. Die Elliotts waren so das typische High Society Paar: James ein erfolgreicher, gut aussehender Architekt und Eleanor seine sehr hübsche, kultivierte Frau. Der besondere Clou ist, dass Izzy die Schwester von Eleanor ist und Amy ihre Freundin ist, aber auch die Dienstleisterin der Elliotts.

FAZIT:

The Florist ist ein gut konstruierter Thriller mit einer Protagonistin, die auf den ersten Blick und auch zweiten Blick fragwürdig erscheint. Durch diesen besonderen Kniff habe ich ihr auch nicht so richtig getraut, dennoch kommt dann alles ganz anders. 

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von dtv Verlag* über Lovelybooks* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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