Rezension „Wild nach einem wilden Traum“ – Julia Schoch

dtv Verlag* | Gebundene Ausgabe | 208 Seiten | 23,00 € 



INHALT:

Eine Frau lernt fern von zu Hause einen Mann kennen, Katalane und Schriftsteller, und hat mit ihm eine Affäre. Diese Liebe bringt alles ins Wanken – nicht nur die Beziehung zu ihrem Ehemann, auch ihre Sicht auf die Dinge, ihre Arbeit. Was sie erlebt, lässt eine Entscheidung in ihr reifen, die mit Risiken verbunden ist: ganz bei sich zu sein und künftig als Schriftstellerin zu leben. Aber kann jemand, der ganz bei sich ist, noch bei anderen sein? Bei einem Ehemann, bei Kindern? Jahre später steht sie erneut an einem Kipppunkt ihres Lebens und begegnet dem Katalanen wieder: Ein Bogen schließt sich zwischen Vergangenheit und Jetzt.

MEINUNG:

Wild nach einem wilden Traum ist der drittel Teil von der Biographie einer Frau. Ich habe die ersten beiden Teilen nicht gelesen. Man kann alles Teile unabhängig voneinander lesen. Ich wollte allerdings unbedingt einmal etwas von der Autorin lesen.

Die namenlose Protagonistin, die ich mittleren Alters einschätzen würde, nimmt uns mit ihre Gedanken. Dabei erfahren wir so einiges über sie, über ihre Ehe, über ihre Affäre und natürlich auch über Dasein als Schriftstellerin. In der Beziehung zum Katalanen fand ich vor allem den Vergleich interessant, den sie zieht, da er auch Schriftsteller ist. Die Affäre habe ich in keinem großen Mittelpunkte gesehen. Für mich laß sich das Buch wie eine Art Tagebuch, wo die Protagonistin uns immer wieder an ihren Gedanken und Reflexionen teilhaben lässt. Es gibt keine wirklichen Kapitel, sondern man gleiten beim Lesen einfach dahin.  Ich mochte die melancholischen Stil von Julia Schoch. Wir blicken mir gemeinsam zurück, wie sie ihren Mann kennen gelernt hat, wie sie Eltern wurden und wie die Ehe irgendwie auch schwierig wurde. Natürlich ist da das Schreiben, was ihr immer sehr wichtig war, vielleicht wichtiger als ihre Kinder. Es gibt einige Stellen, wo klar wird, dass sie an entscheidenden Punkte im Leben steht, wo sie sich entscheiden muss. Trotz Tagebuchcharakter bleibt sie für mich allerdings distanziert und sie wird in meinem Kopf wohl schnell wieder in Vergessenheit geraten, da es wenig Anknüpfungspunkte/ Identifikationspotential gab von meiner Seite.

FAZIT:

In Wild nach einem wilden Traum begleiten wir eine Protagonistin, die eine Affäre beginnt, aber vielmehr ist es ein Gedankenstrom und eine Reflexion ihrerseits, in die man abtaucht. Ich glaube, dass man dem Buch mehr abgewinnen kann, wenn sich mit der Frau identifizieren kann. Mir ist es nicht gelungen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von dtv Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

*Folgende Verlinkungen kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung.

 

Hinterlasse einen Kommentar