Rezension „Tiefe Schuld“ – Laura Dave

Heyne Verlag* | Paperback | Übersetzer: Stefan Lux | 321 Seiten | 17,00 € 

INHALT:

Der Hotelier Liam Noone stürzt von der Klippe vor seinem Haus in Kalifornien in den Tod. Seine Tochter Nora muss derweil in New York noch den Verlust ihrer kürzlich verstorbenen Mutter verarbeiten, da steht ihr Halbbruder Sam vor ihr. Er drängt sie, mit ihm nach Kalifornien zu fliegen. Sam glaubt nicht an einen Unfall seines Vaters, auch wenn die Polizei keine Hinweise auf ein Verbrechen gefunden hat. Doch wer könnte Liam getötet haben? Zusammen beginnen die Geschwister, in Liams Vergangenheit zu forschen und entdecken dabei ein Geheimnis, das Liams Leben entscheidend beeinflusste. Führt sie diese Spur am Ende auch zu seinem Mörder?

MEINUNG:

Ich war vor einiger Zeit sehr begeistert von Beschütze Sie von Laura Dave und es war klar für mich, dass ich weitere Romane von Laura Dave lesen möchte. Auf Tiefe Schuld habe ich mich sehr gefreut.

Gleich zu Beginn des Buches ist klar, dass Liam Noone gestorben ist. Er ist bei seinem Haus in Kalifornien von der Klippe gestürzt. Seinen Kindern kommen erste Zweifel auf, ob es sich hier wirklich um einen Unfall gehandelt hat. Liam Noone hatte drei Kindern und drei Ehefrauen. Wir lesen die Geschichte aus der Sicht von Nora, seiner ältesten Tochter, die sich zusammen mit ihrem Halbbruder Sam auf die Suche nach der Wahrheit macht.

Sam und Nora haben auch nicht das allerbeste Verhältnis bzw. kennen sich nicht gut genug, da Liam seine Leben immer getrennt gehalten hat. Es wird auch schnell klar, dass sie ihren Vater auch nicht so gut kannten. Die Handlung braucht ein bisschen bis sie in Gang kommt. Nach dem ersten Drittel weiß man nur, dass viele Personen Nora und Sam nicht die Wahrheit sagen wollen, denn am Ende geht es auch um ein riesiges Erbe, welches Liam vermachen wird. Die Geschichte lesen wir aus Sicht von Nora. Der Tod des Vaters wirft sie aus der Bahn, denn auch ihre Mutter ist vor nicht allzu langer Zeit gestorben. Der Schmerz und die Verlorenheit ist sehr spürbar. Die Geschichte ist auch kein richtiger Krimi, auch wenn man natürlich herausfinden möchte, was wirklich hinter allem steckt. Es geht viel mehr um das eigene Leben, wie man seinen eigenen Bedürfnissen nachkommt, um Liebe und Loyalität und auch um Schuld. Schuld, die Liam verspürt haben muss. Es gibt immer wieder Einschübe aus der Vergangenheit von Liam, die ein bisschen hinleiten, worum es ihm eigentlich wirklich ging. 

Mir gefiel auch das Setting, welches Laura Dave sehr gut zu beschreiben weiß. Wir pendeln gedanklich immer zwischen New York City und Kalifornien und machen auch einen Ausflug ins Hudson Valley. Die Autorin schafft in ihren Büchern auch immer wieder eine angenehme Atmosphäre, auch was die Kulinarik angeht. So ist Noras Verlobter z.B. ein sehr berühmter Pizzabäcker, bei deren Beschreibung mir schon das Wasser im Mund zusammen gelaufen ist.

FAZIT:

Tiefe Schuld ist eine Familien- und teils auch eine Liebesgeschichte. Es ist keine richtiger Krimi und so sollte man das Buch auch lesen. Ich fand es ein bisschen schwächer als  Beschütze sie, habe es aber sehr gern gelesen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von Heyne Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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