Fischer Verlag* | Gebundene Ausgabe | 304 Seiten | 24,00 €

INHALT:
Eigentlich ist Flo glücklich. Zusammen mit ihrem Freund Matty verbringt sie eine Woche auf einer kleinen griechischen Insel. Das Wasser lockt azurblau, die Nächte schimmern im Mondlicht. Und trotzdem findet Flo keine Ruhe. Denn da ist etwas, das sie Matty nicht sagt. Nicht sagen kann. Als sie der mysteriösen Sofia begegnet und sich von ihr die Karten legen lässt, gerät Flo in einen Strudel aus Erinnerungen, die sie drängen, einen Weg zur Wahrheit zu finden.
MEINUNG:
Ich bin sehr großer Fan von den Büchern von Anika Landsteiner und habe fast alles gelesen, was bisher von ihr erschienen ist. Am meisten habe ich Nachts erzähle ich dir alles geliebt, aber ich auch So wie du mich kennst sehr empfehlen. Ich war also voller Vorfreude auf diesen neuen Roman.
Wir sind in diesem Roman in Griechenland, wo Flo und Matty ihren Urlaub verbringen. Die Atmosphäre und die griechische Kultur ist sehr gut eingefangen. Obwohl ich weder Fan von südlichen Ländern bin, noch großer Fan von Griechenland, habe ich schon Lust auf Urlaub bekommen. Auch die kulinarischen Beschreibungen sind nicht zu verachten.
In meinen Augen läuft die Geschichte eigentlich relativ unspektakuläre und planlos (so wie es im Urlaub halt ist) los. Flos und Matty Beziehung scheint stabil und liebevoll. Wirklich viel mehr lässt sich nicht sagen, denn mehr erfährt man auch nicht. Flo und Matty bleiben auch insgesamt für mich nicht greifbar, vor allem Flo als Mensch in der Gegenwart. Bei Matty finde ich es wirklich schade, denn er erschien mir wirklich als eine absolute Green Flag.
Ich mag Anika Landsteiner Schreibstil sehr. Besonders gefällt mir der Mix aus poetischer und moderner Sprache. Am Anfang war es mir ein bisschen viel Poetik, so dass ich erstmal reinkommen musste. Später ließ sich die Geschichte gut lesen.
Sofia wohnt auf der griechischen Insel und ist in nächster Generation Hellseherin. Sie liegt u.a. Tarot Karten. Leider habe ich für so etwas nicht ganz so viel übrig, aber ich sehe als Mittel für Flo, bei der sich endlich mal etwas in Gang setzt. Es gibt auch Kapitel aus Sofias Sicht und wir erfahren auch ein bisschen mehr über ihre Persönlichkeit. Ich muss allerdings sagen, dass mir Sofias Rolle in der Geschichte bis zum Ende nicht ganz klar war bis auf die familiären Parallelen mit Flo. Es gibt auch keine so großen Reibungen, die zur Geschichte beigetragen hätten. Ich hätte sie eigentlich nicht gebraucht.
Es gibt einige Rückblicke aus Flos Vergangenheit, die mich sehr mitgenommen haben und die auch erklären, was Flo bzgl. ihrer Familie so alles vor Matty verschweigt. Ich fand es allerdings etwas aufgebauscht dies als so großes Geheimnis zu deklarieren und verstehe nicht, warum Flo hier Matty anlügt und z.B. sagt sie sei Einzelkind. Leider erzeugt dieses vermeintliche Geheimnis auch nicht die gewünschte Spannung oder den Sog, den ich mir gewünscht hätte.
FAZIT:
Träume aus Salz bleibt leider relativ weit hinter meinen Erwartungen zurück. Ich hatte wirklich Mühe durch das Buch zu kommen, weil es mich so gar nicht gepackt hat. Die Charaktere bleiben irgendwie lose mit einer nicht wirklich vorhandenen Handlung verbunden. Natürlich gibt es Emotionen, aber diese vor allem im Vergangenheitsteil, aber diese haben wir für nicht gewünschte Tiefe erzeugt, die ich sonst aus den Romanen aus Anika Landsteiner Romanen gewöhnt bin.
Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von Fischer Verlag* über Lovelybooks* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
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