Kurz-Rezension „Opernball“ – Stefanie Sargnagel

Rowohlt Verlag* | Gebundene Ausgabe | 80 Seiten | 18,00 € 

INHALT:

Stefanie Sargnagel war auf dem Wiener Opernball, und jetzt hat sie so einiges zu erzählen: von den Reichen und Schönen, von den reichen Nicht-so-Schönen, von Abendkleid und Walzertraum. Natürlich ist alles ganz schrecklich, aber auch schrecklich interessant! Und der Blick dieser Autorin ist böse, jedoch nicht gnadenlos, dafür interessiert sie sich zu sehr für die ihr fremden Welten. Und so begibt sie sich geschminkt, geschnürt, zurechtgemacht aufs härteste Parkett der Welt, amüsiert uns aufs Köstlichste und wirft ein Schlaglicht auf die unheimliche Schnittmenge von Kultur, Kapital und Macht.

MEINUNG:

Stefanie Sargnagel habe ich mit Iowa entdeckt und lieben gelernt. Ich habe mich sehr auf Opernball gefreut.

Die Autorin berichtet von vielen Wiener und Österreichischen Prominenten oder solche, die sich so definieren. Sie erzählt in einem bitterbösen Erzählton über die High-Society – die Reichen und die Schönen, die sich hier zu diesem besonderen Anlass treffen und sie ist mitten drin. Alles putzt sich heraus, doch schlummern unter der Oberfläche doch die ein oder andere unangenehme Wahrheit.

Stefanie Sargnagel nimmt es ihrer typischen Art wieder auseinander und ist dabei schonungslos ehrlich. Ich mochte bei Iowa, dass in Christiane Rösinger einen guten Gegenpart hatte. Das hat hier leider gefehlt.

Das Genre ist hier schwierig einzuordnen. Ich frage wie viel davon Fiktion ist und was davon sie selbst erlebt hat. Falls es reine Fiktion ist, dann ist es wohl am ehesten eine Kurzgeschichte.

FAZIT:

Opernball hat ingesamt den typischen Erzählton von Stefanie Sargnagel, aber ich fand es ein bisschen zu kurz und hätte gerne noch mehr gelesen, obwohl diese Veranstaltung vermutlich nicht mehr her gibt. Ich empfehle dringend zum Hörbuch zu greifen, was die Autorin selbst liest. So macht es noch mehr Spaß.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von Rowohlt Verlag* über Netgalley* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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