Lesetagebuch Cliffton-Saga von Jeffrey Archer (nicht spoilerfrei!)

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Ich habe so eben das Hörbuch zum zweiten Teil der Cliffton-Saga beendet und hatte dringend das Bedürfnis zu einigen Punkten mal meine Meinung zu äußern. Nicht in als Rezension, sondern eher als Lesetagebuch und Einladung zur Diskussion für alle, die die siebenbändige Reihe auch schon gelesen haben oder wie ich gerade dabei sind. Teil 1 habe ich im Januar gelesen, also gibt es jetzt gleich zwei Eindrücke dazu. Ich werde das Tagebuch als feste Seite auf meinem Blog hinterlegen und werde dann immer nur einen jeweils neuen Eindruck oder vielleicht auch mehrere, je nach Lesefortschritt, als Beitrag veröffentlichen, sobald ich den nächsten Teil gelesen oder gehört habe.

Band 1 – Spiel der Zeit (beendet am 29.01.2018)

Es hat mir wirklich gut gefallen und ich möchte auf jeden Fall weiterlesen. Einen Stern Abzug gibt es für den Erzählstil, an den ich mich erst gewöhnen musste und der Autor teilweise Dinge wiederholt hat, wenn auch aus anderer Sicht. Immer, wenn man denkt das Archer mal zum Punkt kommen könnte, da präsentiert er einem eine neue Hiobsbotschaft. 😀 Gott sei Dank, denn damit bleibt man beim Lesen bei der Stange. Ich hoffe, dass Emma und Harry ihr Glück finden. Scheinbar ist es aber kein großes Thema, dass Harry auch ihr Bruder sein könnte. In anderen Romane gibt es schon ein Problem bei Stiefgeschwistern. Man merkt, dass Jeffrey Archer aus einer anderen Zeit kommt. Hugo Barrington und Stan Tancock sind äußerst unangenehme Personen. Freue mich auf Band 2.

Band 2- Das Vermächtnis des Vaters (beendet am 29.03.2018)

Es war wieder sehr unterhaltsam und man kann sich dieser Geschichte kaum entziehen, aber mich stört so ein bisschen, dass Harry, Emma und Co. solche Überflieger sind, die in jeglicher Hinsicht nahezu perfekt sind in jeglicher Hinsicht. Kaum zu glauben manchmal, dass sie erst Anfang 20 sind.  Jeffrey Archer gestaltet seine Personen sehr in die Guten und die Bösen. Außerdem merkt man, dass es ein Mann geschrieben, denn Emotionen findet man hier jetzt auch nicht wirklich. Die habe ich vor allem bei Emma vermisst als sie wochenlang von ihrem neugeborenen Sohn getrennt war. Auch die Liebe zu Harry hätte gerne etwas ausgeschmückt werden können. 😀

Ich frage mich auch schon seit Teil 1, dass es scheinbar kaum Aufhebens darum gemacht wird, dass Emma und Harry Geschwister sein könnten und jetzt auch noch ein gemeinsames Kind haben. Plötzlich entscheidet auch ein politisches Gremium darüber, ob Harry nun Hugo Barringtons oder Arthur Clifton Sohn ist (die Wissenschaft war leider noch so weit was genaue Vaterschaftstest angeht). Auch wenn Harry und Co. es anders sehen, finde ich es richtig, dass am Schluss ausgefochten wird, ob Harry den Titel bekommt. Er steht hier stellvertretend auch für alle unehelichen Kinder, die häufig genug in der Geschichte leer ausgegangen sind. Soweit hat er dann nicht gedacht…Trotz aller aufgezählten Punkte, möchte ich natürlich weiterlesen, weil es auch spannend ist. 😊 Band 3 liegt bereit.

Was meint ihr? Welche Eindrücke hattet ihr von den ersten beiden Bänden? Wie immer gilt: ich freue mich über jeden Kommentar/ jedes Like! 🙂

3 Gedanken zu “Lesetagebuch Cliffton-Saga von Jeffrey Archer (nicht spoilerfrei!)

  1. Moin Jenny,
    für mich waren die mangelnde Emotionalität und das Gremium annehmbar, weil Sir Hugo im weiteren Sinne Diener der Krone war und dementsprechend auch sein Erbe einer Tradition folgen muss. Insofern ist es schon wichtig zu entscheiden, ob nun der eine Sohn oder der andere (wenn er es denn ist) diesen Titel bekommt. Es hätte ja auch gar keine Diskussion gegeben, wenn Giles nur ein paar Tage älter gewesen wäre.
    Die Trennung von Emma und Sebastian spiegelt ebenso wieder, wie es seinerzeit in wohlhabenderen Familien gehandhabt wurde. An Maisie und Harry kannst du sehen, dass die Arbeiterklasse es schon damals anders gemacht hat. Für sie war Nähe viel wichtiger als es für die Barringtons war. Diese mussten aber nach außen hin makellos erscheinen.
    Ich glaube, wenn wir nicht schon 1918 die Monarchie abgeschafft hätten, wäre es in Deutschland auch noch so wie in der Clifton-Saga.
    Liebe Grüße und viel Spaß beim dritten Band 😀

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    • Moin Heike,

      für mich ist das eigentlich alles annehmbar, aber gewöhnungsbedürftig. Ich finde, die Bücher lesen sich tw. wie aus einer anderen Zeit, was ja dann auch wieder in sich stimmig ist, weil es damals vermutlich auch so war. Hätten wir noch die Monarchie wäre ganz sicher noch so. Zumindest kann man mit den Büchern und Charakteren sehr gut mitfiebern oder sich ggf. an ihn reiben, weil sie unmöglich sind.
      Liebe Grüße!

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  2. Pingback: Monatsrückblick März | Eulenmatz Liest

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