Rezension „Izara: Das ewige Feuer“ – Julia Dippel

Planet Verlag* | Gebundene Ausgabe| 544 Seiten | 16,00 € |Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Ari hält sich für ein ganz normales Scheidungskind: Sie lebt bei ihrer labilen Mutter, verabscheut ihren reichen Vater und jobbt neben der Schule, um sich ein Auto leisten zu können. Doch all ihre durchschnittlichen Sorgen rücken schlagartig in den Hintergrund, als übernatürliche Wesen versuchen, sie zu töten. Einer von ihnen ist Lucian, für den Ari als Tochter seines Erzfeindes ganz weit oben auf der Abschussliste steht. Als er jedoch erkennt, wie sehr er sich getäuscht hat, begeben sich die beiden auf die gefährliche Suche nach Antworten. Vor ihnen tut sich ein Abgrund aus Intrigen, Verrat und den Machtspielen einer verborgenen Gesellschaft auf, in der Ari ihren Platz finden und vor allem überleben muss.

MEINUNG:

Izara: Das ewige Feuer ist der Beginn einer, soweit ich weiß, Trilogie aus der Feder der deutschen Autorin Julia Dippel, die dafür den Deutschen Phantastik Preis 2018 erhalten hat. Das Buch kommt in einer wunderschönen Aufmachung daher. Ein sehr hochwertig gestalteter Umschlag umhüllt das Buch und macht es zu einem absoluten Hingucker.

Alles beginnt in diesem Roman, dass Ari von nicht-menschlichen Wesen angegriffen wird und ihre ganze Welt, die bisher zu kennen glaube, aufhört zu existieren. Ab dem Zeitpunkt taucht der Leser in eine völlig neue Welt ein und förmlich überschwemmt mit Begriffen, Theorien, Namen und den Zusammenhängen, die in dieser Welt existieren. Natürlich ist das sehr viel, aber auch notwendig, um hier in die fantastische Welt von Izara einzutauchen. Es gibt auch ein Glossar am Ende, zu dem man immer mal wieder blättern kann, wenn ein Name entfallen ist. Für dieses Einfallsreichtum kann man Julia Dippel wirklich nur bewundern und dafür zolle ich ihr auch meine vollste Anerkennung.

Anfänglich fand ich diese neue Welt, die vielen Charaktere und vor allem die vielen Geheimnisse wirklich sehr spannend und wollte herausfinden, was es damit auf sich hat. Es werden auch immer schöne Wendungen eingebaut, die einem zum Weiterlesen zwingen, dennoch konnte ich mich nicht vor allem die Charaktere nicht so richtig überzeugen. Mich störte auch, dass es wirklich sehr viele Personen waren, sowohl Gute als auch Böse. Ich hätte es schöner gefunden, wenn sich die Autorin dann eher auf eine Handvoll konzentriert hätte, aber auf die dann auch richtig. Ari könnte ich jetzt im Nachhinein nicht so richtig beschreiben, weder innerlich noch äußerlich. Immerhin ist mir ihre beste Freundin Lizzy im Kopf geblieben, weil die absolut überdreht war.

Sprachlich gesehen ist auch ein klares Jugendbuch. Die zum Teil sehr flapsigen Dialoge (von denen es viele gibt) fand ich auch auf Dauer anstrengend. Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte, die auch recht präsent ist. Obwohl es sich für mich nicht so richtig nachvollziehbar und sehr schnell entwickelt hat, gehört das eben auch einfach dazu und es gab so ein paar ruhige schöne Momente. Dennoch erschien mir diese on top zu allem, was schon passiert ist und den ganzen Personen, wieder etwas zu viel des Guten.

Ich hatte den Eindruck, dass die Geschichte zum Teil nicht richtig geplottet worden ist, sondern hier eher spontan geschrieben worden ist. Der Eindruck entstand bei mir, weil sich die Story zum Teil etwas schwerfällig lesen ließ und es für mich teilweise nur eine Aneinanderreihung von Treffen mit diversen Personen war, welche mit einem Angriff auf Ari endeten. Es las sich nicht so schön wie aus einem Guss.

FAZIT:

Für die Ideenvielfalt und das Worldbuilding kann Julia Dippel nur Respekt aussprechen. Auch der Start in die Geschichte gefiel mir gut, aber mir war es von allem ein bisschen zu viel des Guten und das machte das Lesen für mich häufig anstrengend, wozu auch jugendliche Schreibstil sein Übriges tat. Nach dem Ende, welches relativ abgeschlossen ist, frage ich mich auch, was da noch kommen wird.

Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise vom Planet Verlag*zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

*Folgende Verlinkungen kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung.

2 Gedanken zu “Rezension „Izara: Das ewige Feuer“ – Julia Dippel

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