Rezension „Deine Ende“ – Chris Brookmyre

Rowohlt Verlag* | Taschenbuch | 464 Seiten | Übersetzer: Andrea O’Brien| 13,00 € |Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Dein Ende ist grausam, denn du hast es verdient
Diana Jager ist eine erfolgreiche Chirurgin. Messerscharf ist nicht nur ihr Skalpell, sondern auch ihr Verstand. In ihrem Blog deckt sie Missstände im Medizinwesen auf. Das gefällt nicht allen.
Peter Elphinstone ist ein lebenslustiger Informatiker. Er nimmt das Leben, wie es kommt. Ein halbes Jahr nach der Blitzhochzeit mit Diana verschwindet sein Auto in einem Fluss – und mit ihm Peter.
Jack Parlabane überschreitet als Journalist gern die Grenzen des Erlaubten. Nun soll er den Beweis liefern, dass Diana eine eiskalte Mörderin ist. Dass sie Peters Ende war. Wird Jack nun ihr Ende sein?

MEINUNG:

Auf Dein Ende hatte ich mich sehr gefreut, weil das Buch in Inverness, Schottland spielt und ich es als Einstimmung auf meine anstehende Reise nach Schottland lesen wollte. Zunächst habe ich ein bisschen gebraucht, um zu verstehen, dass die Geschichte als Rückblende erzählt wird. Zu Beginn des Romans ist Peter bereits verschwunden und die Polizei geht davon aus, dass er bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist.

In der Rückblende erfährt aus der Ich – Perspektive von Diana Jager, was sie für eine Person ist und wie es u.a. zu ihrem Blog gekommen ist. Man nimmt sie als sehr selbstbewusste, starke Frau mit eigener Meinung wahr. Als durch eine Kritik an der Berufsgruppe von ITlern ihr richtiger Name publik wird, gerät sie schwer unter Beschuss. Wichtiger für die Handlung ist aber das Kennenlernen zwischen Peter und ihr und deren beider sehr schnell Hochzeit. Man erfährt, dass Peter sich nach der Hochzeit sehr verändert und es immer wieder zu Spannungen zwischen den beiden kommt. Warum Peter sich so verhält, war mich anfangs überhaupt nicht nachvollziehbar, sondern ergibt erst am Ende Sinn.

Jack Paralabane ist Journalist und wird von Peter Schwester gebeten der Sache mit seinem Unfall nachzugehen, denn sie vermutet, dass zwischen Diana und ihm etwas vielleicht nicht mit rechten Dingen zugehen könnte und der Unfall möglicherweise gar keiner war. Nach und Nach gerät Diana durch diese Vermutungen immer mehr in die Schusslinie. Wie ich bereits sagte, ist es Leser nicht immer so ganz nachvollziehbar, warum manche Dinge so laufen, wie sie laufen, was für solche Art der Bücher natürlich typisch ist. Klar war, dass es am Ende ganz anders sein wird, doch bis dahin war es für mich ein relativ zäher Weg. Für mein Empfinden kam über den gesamten Roman, bis auf den Schluss, nicht so richtig Spannung auf, sondern es wird sehr lange daraufhin hin gearbeitet bis Vergangenheit und Gegenwart aufeinandertreffen. Bis dahin muss man sich leider mit Dianas und Peters Geschichte begnügen, die leider jetzt nicht so ansprechend war.

Ich hatte mir auch von dem Schauplatz Schottland mehr versprochen, aber es hätte auch in jeder anderen Stadt spielen können. Der Journalist Jack Paralabane ist natürlich der, der am Ende die richtigen Schlüsse zieht, aber ich hätte mir gewünscht, dass als Leser auch bei der Stange gehalten wird. Das Ende war natürlich überraschend, aber dann eben auch sehr schnell vorbei.

FAZIT:

Von Dein Ende  habe ich mir leider deutlich mehr versprochen als ich am Ende bekommen habe. Es ist eigentlich eher eine Beziehungsroman als ein richtiger Thriller, den mir fehlte es hier schlicht und einfach an der Spannung, die leider erst ganz am Ende aufkommt und dann ist das Buch auch schon zu Ende. Als großer Thriller Fan bin ich hier nicht so richtig auf meine Kosten gekommen.

Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise vom Rowohlt Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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