Rezension „Der Wind nimmt uns mit“ – Katharina Herzog

Rowohlt Verlag* | Broschierte Ausgabe | 368 Seiten | 12,99 € |Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Maya bindet sich weder an Orte noch an Menschen. Obwohl die Reisebloggerin erst 32 ist, hat sie schon fast die ganze Welt gesehen. Nur an einen Ort möchte sie niemals: Nach La Gomera. Dort wohnt ihre Adoptivmutter Karoline. Dass Karoline nicht ihre leibliche Mutter ist, hat Maya vor Jahren durch einen Zufall erfahren, und bis heute hat sie ihr nicht verziehen. Doch dann wird Maya schwanger, und Tobi, der Mann, mit dem sie eine flüchtige Affäre hatte, hält sich ausgerechnet auf der Kanareninsel auf. Nur widerwillig fliegt Maya dorthin, zu den Aussteigern und Künstlern, zu ihrer Mutter. Sie ahnt nicht, dass es die wichtigste Reise ihres Lebens sein wird.

MEINUNG:

Der Wind nimmt uns mit ist der dritte Band der Farben des Sommers Reihe von Katharina Herzog. Ich habe die anderen beiden Bände nicht gelesen und das muss man auch nicht, denn alle Bände sind in sich abgeschlossen. Wie der Name schon sagt, spielen sie alle im Sommer. In diesem Fall auf der kanarischen Insel La Gomera, auf der ich auch schon war.

Protagonistin Maya ist Reisebloggerin und hat sich selbst die Challenge gestellt 52 Ländern in 52 Wochen zu bereisen. Dieser Plan wird jäh unterbrochen als sie feststellt, dass sie schwanger ist von Tobi, einem One-Night-Stand zu Silvester auf Taiwan. Ein Baby passt natürlich nicht in Mayas derzeitige Lebensplanung, aber dennoch möchte sie Tobi darüber in Kenntnis setzen. Allerdings stellt sich als schwierig heraus jemanden zu finden, von dem man nicht einmal den Nachnamen kennt. Durch einen Aufruf auf ihrem Blog erhält sie den Hinweis, dass er sich auf La Gomera aufhält, dort, wo sie hinwollte. Denn dort lebt auch Karoline, ihre Adoptivmutter.

Neben der Geschichte in der Gegenwart um Maya, gibt es auch einen Erzählstrang in der Vergangenheit, in dem wir Karoline und ihre Geschichte kennen lernen. Die Beziehung zwischen Karoline und Maya, die immer sehr eng war, zerbricht daran als Maya vor ein paar Jahren erfahren hat, dass Karoline nicht ihre leibliche Mutter ist. Seitdem gab es keinen Kontakt mehr, was für Karoline sehr schwer ist, denn auch Karoline musste schon einige Verluste einstecken, die sie für immer geprägt haben.

Man spürt, dass Maya ihren Platz im Leben noch nicht so richtig gefunden hat und bei all den schönen Ländern, die sie bereist, klingt es manchmal eher wie eine Flucht vor sich selbst und dem Bruch mit Karoline, der ihr natürlich zu schaffen macht, auch wenn sie das nicht zu gibt. Auf La Gomera merkt sie, dass ihre eigene Geschichte mit der, der Insel verbunden zu sein scheint und macht sich auf die Suche nach ihrer Vergangenheit. Langsam nähern sich dabei Gegenwart und Vergangenheit an und der Leser erfährt, was wirklich damals passiert ist.

FAZIT:

Der Wind nimmt uns mit macht Lust auf Sommer, Sonne und La Gomera, verliert dabei aber niemals ernste Themen aus den Augen. Die Geschichte zeigt auch, dass man nicht blutsverwandt sein muss, um eine Familie zu sein, welches ich wirklich eine großartige Botschaft finde.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise vom Rowohlt Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

*Folgende Verlinkungen kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung.

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