Lesetipp „The Chain – Durchbrichst du die Kette, stirb dein Kind“ – Adrian McKnitty

Knaur Verlag* | Broschierte Ausgabe | Übersetzer: Anke Kreutzer, Dr. Eberhard Kreutzer | 352 Seiten | 14,99 € |Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Was als ganz normaler Tag begann, wird zum Albtraum für die alleinerziehende Rachel, als ihre 13-jährige Tochter auf dem Weg zur Schule verschwindet. Die einzige Spur: Das Handy des Mädchens wird an der Bushaltestelle gefunden. Tatsächlich erhält Rachel kurz darauf einen Anruf von der Entführerin. Die Frau am Hörer – ebenfalls Mutter eines entführten Kindes –, gibt sich als Kylies Kidnapperin zu erkennen. Sie ist Teil des perfiden Netzwerks »The Chain«. Und sie hat Rachel auserwählt, die Kette der Kindes-Entführungen weiterzuführen: Wenn Rachel ihr Kind lebend wiedersehen will, muss sie nicht nur binnen weniger Stunden das Lösegeld auftreiben – sie muss ihrerseits ein Kind entführen und dessen Eltern dazu bringen, dasselbe zu tun. Die Kette muss weitergehen …

MEINUNG:

The Chain war mir schon recht früh in den Verlagsvorschauen in die Augen gestochen. Zunächst klingt der Inhalt als etwas, was man so schon häufig gelesen hat (wenn man wie ich viele Thriller liest), aber dieser Thriller ist eine richtig Überraschungskiste.

Alles beginnt damit, dass Rachels Tochter Kylie entführt wird. Rachel lebt mit Kylie seit der Scheidung von ihrem Mann allein und Rachel erholt sich langsam wieder von einer Krebserkrankung. Es handelt sich nicht um eine herkömmliche Entführung, denn Kylie wurde von einer Mutter entführt deren Kind selbst entführt wurde von einer anderen Mutter. Diese bekommt ihren Sohn nur frei, in dem sie Kylie entführt hat und Rachel muss wiederum ein Kind entführen. Das Ganze ist eine Kette, daher auch der Name des Thrillers, die seit Jahren läuft und von der es bisher unmöglich ist zu entkommen, denn die Drahtzieher des Ganzen haben ein ausgeklügeltes Überwachungssystem und sie spielen mit der Liebe von Eltern zu ihren Kindern.

Dieser Thriller zeigt sehr genau auf, wie weit Eltern gehen würden, um ihre Kinder zu beschützen und das ist deutlich weiter als man als Außenstehender annehmen würde. Die Entführer spielen mit den Ängsten der Leute und selbst wenn die Eltern ihren Kindern wiederbekommen, leben sie weiterhin in der Angst, dass bei der kleinsten Verfehlung es wieder zu einer Gefährdung ihres Kindes kommen könnte. Ich war wirklich fassungslos beim Lesen, dass so etwas funktionieren kann. Der Autor hat sich an einem realen Beispiel orientiert und zeigt auf, wie so etwas möglich sein kann. Auch Rachel entwickelt eine ungeahnte Stärke und Skrupellosigkeit, um Kylie wiederzubekommen. Hilfe bekommt sie von ihrem Ex-Schwager Pete, der bei der Marine war. Wir bekommen auch immer wieder Kylies Sicht zu lesen, die ebenso stark wie ihre Mutter ist.

Spannend ist auch der zweite Teil des Buches, der sich mit dem Danach beschäftigt. Die Kette ist ein funktionierender Mechanismus und doch hinterlässt sie Spuren. Spuren in der Psyche der Opfer, die auch damit klarkommen müssen, was sie getan haben, denn Rachel macht sich ebenso strafbar und auch damit machen sich die Drahtzieher nicht selbst die Hände schmutzig. Ich war gleichzeitig fasziniert und völlig abgeschreckt.

FAZIT:

Tha Chain war für mich ein echtes Highlight, weil es für mich als Vielleser von Thriller mal etwas absolut Neues war und die Geschichte damit wenig vorhersehbar war. Sie erschien auch Stück für Stück aussichtloser, weil die Kette so perfekt funktionierte. Von mir eine Empfehlung für diesen außergewöhnlichen Thriller!

Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise vom Knaur Verlagzur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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