Rezension „Blütengrab“ – Ada Fink

Wunderlich Verlag* | Broschierte Ausgabe | 448  Seiten | 16,00 € | Amazon* und im örtlichen Buchhandel

INHALT:

1993, Ostdeutschland. Auf einem Bett aus Blütenzweigen und den Körper übersät mit germanischen Runen – so wird in einem abgelegenen Waldstück bei Wussnitz eine Mädchenleiche gefunden. Die ehrgeizige Kommissarin Ulrike Bandow und der neue westdeutsche Kollege Ingo Larssen übernehmen ihren ersten gemeinsamen Fall. Rätselhafte Spuren führen das ungleiche Ermittlerpaar bis in die deutsch-deutsche Vergangenheit, wo sie auf eine bisher unentdeckte, bizarre Mordserie stoßen. Jetzt ist der Täter zurückgekehrt, an den Ort, an dem alles begann. Um ihn aufzuhalten, müssen die Ermittler lernen, einander zu vertrauen. Doch das ist nicht einfach, denn Ulrikes eigene Schuld führt zu einem tiefen Abgrund, in den sie niemals schauen wollte…

MEINUNG:

Ada Fink ist das Pseudonym einer deutschen (Drehbuch-)Autorin, die auch schon Romane unter ihrem Klarnamen veröffentlich hat. Blütengrab ist nun ihr erster Thriller unter dem Pseudonym.

Zeitlich gesehen befinden wir uns in Wussnitz, einem fiktiven Ort, den ich Mecklenburg-Vorpommern (oder Brandenburg) verorten würde. Die Geschichte spielt 1993, sprich ein paar Jahre nach der Wende. Ingo Larssen, der aus Westdeutschland kommt, hat sich nach Wussnitz versetzen lassen. Kommissarin Ulrike Bandow sieht dem mit gemischten Gefühlen entgegen, aber beide müssen schnell zusammen arbeiten, denn es wird in einem Waldstück eine Mädchenleiche gefunden. Die Spuren führen in die Vergangenheit und alles hat den Anschein, dass der Täter wieder da ist.

Ohne viel Einleitung ist man als Leser schnell im Fall drin. Anfangs ist die Diskrepanz zwischen den ostdeutschen Kollegen und Larssen noch deutlich spürbar. Vor allem stellt man zurecht die Frage, warum er sich in ein Kaff wie Wussnitz versetzen ließ. Schnell wird klar, dass auch er so seine Geheimnisse und Beweggründe, wie auch viele andere Protagonisten und ebenfalls Ulrike Bandow. Auch diese hat ein schlechtes Gewissen auf Grund von Dingen, die in der Vergangenheit passiert sind. Die Autorin bringt viele Facetten und Geschichten mit rein, die die Ermittlung des Falls sehr spannend und vielseitig gestalten. Ihr gelingt es außerordentlich gut die Charaktere auszuprägen und ihnen eine Geschichte zu geben. Sie zeigt auch auf, was es aus Menschen macht, die Opfer ihrer Umstände werden.

Das Zusammenwachsen von Bandow und Larssen hat ebenfalls gut gefallen. Natürlich ist Ulrike skeptisch zunächst skeptisch, aber es kommt zu keinen großen Grabenkämpfen und unnötigen Sticheleien. Nach und nach kann Larssen sich auf seine Art auch beweise und sie treten, obwohl sie sich kaum kennen, nach außen als Team auf. Die Autorin verpackt geschickt viele verschiedene Fährten, wie es in Thrillern üblich ist. Es werden nach und nach Verdächtige präsentiert, aber dennoch schwebt immer über allem, dass es sich um etwas ganz Großes handeln muss. Dieser Fakt hat die Spannung enorm angeheizt und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ich war minimal enttäuscht von der Auflösung bzw. von der Aufdeckung der Identität des Täters, da man dies unmöglich erraten konnte. Das ist aber für Meckern auf hohem Niveau.

FAZIT:

Blütengrab hat mir ausgesprochen gut gefallen. Mir gefiel die Konzeption des Falles und die viele Geschichten und Facetten drumherum. Ich mochte die beiden Ermittler Bandow und Larssen, die beide ihre Geheimnisse und vor allem Ecken und Kanten. Außerdem spielt es in einer spannenden Zeit. Ich hoffe, dass wir noch mehr von Ada Fink lesen werden. 🙂

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von Wunderlich Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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Ein Kommentar zu „Rezension „Blütengrab“ – Ada Fink

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