Moon Notes Verlag* | Taschenbuch | 384 Seiten | 15,00 €

INHALT:
»Das kann doch nicht alles sein im Leben«, sagt sich Lisa, bricht ihre Ausbildung als Bankkauffrau ab und bricht damit auch mit allem, was ihre Eltern und Freund Max sich vorgestellt haben. In einer Spontanaktion bucht sie ein Busticket nach Köln. Dort beginnt ein Abenteuer, in dem sie auf die Tätowiererin Karla trifft, die ihr eine Welt zeigt, die Lisa bis dahin nur aus Filmen kannte. Zwischen Couchsurfing, Partys und existenziellen Lebenskrisen erkundet die junge Frau nicht nur ihre Sexualität, sondern auch die Möglichkeit, dass Träume keine Träume bleiben.
MEINUNG:
Das Buch viel mir zufällig in die Hand, weil es sehr viele gute Bewertungen hatte und ich ehrlich gesagt, auch sofort in das Cover verliebt war. Es strahlt so viele Wärme und Geborgenheit aus. Es hat mich sofort angesprochen.
We fell in love in october ist auch eine Liebesgeschichte, aber es ist noch so viel mehr. Es ist auch die Geschichte einer Emanzipation und des Loslassens. Genau das macht Lisa. Sie erkennt, dass die keine Bankkauffrau werden will und dass sie die sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz auch nicht mehr ertragen kann, genauso wie die Enge des bayerischen Dorfes. Sie flieht spontan nach Köln, weil die Busfahrkarten dahin am billigsten waren. Sie findet spontan eine WG per Couchsurfing und lernt dort Tätowierein Karla kennen. Für Lisa beginnt die Reise zu sich selbst, vor allem als sie feststellt, dass sie bei Karla mehr empfindet als nur bloße Freundschaft. Diese Gefühle übermannen Lisa, denn so richtig passt es nicht in ihr bisher gekanntes Weltbild. Auch wenn es für mich, die in der Großstadt groß geworden ist, nur schwer nachvollziehbar war, dann man wie Lisa sprichwörtlich hinter dem Mond groß geworden ist, schildert die Autorin es wirklich voller Wärme und auch Authentizität. Es ist absolut klar, dass Lisa total verunsichert ist, viele Ängste hat und viele Leute damit auch vor den Kopf stößt. Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam und sie nimmt aber nicht den ganzen Raum ein, was mir ausgesprochen gut gefallen hat. Die Autorin nimmt dabei vielen Themen wie Outing und gibt Einblick in die LGBTQ+ Welt auf, die mir teilweise schon bekannt waren, aber für viele LeserInnen sicher richtig spannend ist. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Am Ende hätte gerne Karla noch ein bisschen besser kennen gelernt. Ihre Sichtweise wäre wirklich toll und spannend gewesen.
FAZIT:
We fell in love in october ist eine ganz zauberhafte, queere Liebesgeschichte, aber es ist auch noch so viel mehr und ich finde, das Buch hebt sich wirklich ab in LGBTQ+ Kosmos und unter den New Adult Liebesgeschichte, weil es so herrlich authentisch ist und auch mal in Deutschland spielt. Ich freue mich auf weitere Romane von der Autorin!
Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von Moon Notes Verlag* über NetGalley* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
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4 Kommentare zu „Kurz-Rezension „We fell in love in october“ – Inka Lindberg“