Kurz-Rezension „Schwimmen / Schweben“ – Jaqueline Scheiber

Leykam* | Gebundene Ausgabe |144 Seiten | 22,00 € 

INHALT:

Jaqueline Scheiber hat jegliche sportliche Disziplin lange gemieden. Zu groß war die Unsicherheit, zu fremd die Codes. Doch eines Tages fasst sie allen Mut zusammen und taucht sprichwörtlich ein in eine neue Welt. Sie entdeckt das Schwimmen für sich und mit jedem Zug fühlt sie sich leichter, mit jeder Bahn wächst die innere Ruhe. In ihrem Essay erkundet die Bestseller-Autorin, was Schwimmen in uns auslösen kann. Durch ihre Urgroßmutter, die nie schwimmen lernen durfte, und ihre Mutter, die für Ungarns Schwimmteam in internationalen Wettbewerben antrat, erkennt sie die politische Dimension des Schwimmens.

MEINUNG:

Ich gehe selbst sehr gern schwimmen und daher ziehen mich Bücher über das Schwimmen immer magisch an.

Die Autorin beginnt erst mit dem Schwimmen und erzählt ganz ehrlich, warum es für sie nicht einfach ist damit zu beginnen. Da ist das kalte Wasser, der von ihr gefühlte nicht perfekte Körper und es kostet alles Überwindung – die Scham, die Angst zu versagen zu überwinden. Es ist so toll, sie auf dem Weg zu begleiten und wie es sie verändert. Es gibt eine Stelle, wo sie im offenen Meer schwimmt und es hat mich sehr berührt. Sie beschreibt, was es mit ihr gemacht hat, wieviel ihr das bedeutet und es auch eine Form der Teilhabe ist. 

Es geht hier aber nicht nur um das Schwimmen, sondern wir erfahren auch viel über die Autorin selbst. Geschickt verwebt sie auch gesellschaftlichen Themen in das Essay. Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen und ich werde auf jeden Fall mehr von der Autorin lesen wollen.

FAZIT:

Schwimmen/ Schweben ist ein sehr schöner Essay über das Schwimmen und besonders, was für  die Autorin bedeutet. Ebenso geschickt nähert sie sich nebenbei gesellschaftlichen Themen. 

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von Leykam* über Netgalley* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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