Dumont Verlag* | Übersetzer: Simone Jakob | Gebundene Ausgabe | 208 Seiten | 23,00 €

INHALT:
Als Marissa mit sechs Jahren ihre Mutter verliert, beschließt ihr Vater, ein Meeresbiologe, die Forschungsarbeit seiner Frau fortzuführen. Vater und Tochter gehen nach Thailand. Dort trifft sie Arielle, und eine geradezu märchenhafte Freundschaft entsteht. Unter der Woche leben die Mädchen in dem Resort von Arielles Eltern; an den Wochenenden verbringen sie ihre Zeit mit Marissas Vater auf einer nahe gelegenen Insel. Gemeinsam entdecken die Mädchen die zerbrechlichen Wunder der Riffe, Wälder und Strände. Gemeinsam lernen sie, in die Tiefe zu tauchen und minutenlang den Atem anzuhalten. Sie bewegen sich ebenso mühelos im Wasser wie die Mantarochen, die sie mit Namen kennen. Gemeinsam lernen sie, aus Gefahren herauszuschwimmen. Doch dann kommt eine riesige Welle, der Arielle nicht entkommen kann.
Jahre später ist Marissa zurück in New York, orientierungslos und verfolgt von der Erinnerung an ihre Freundin, erneut bedroht durch eine Naturkatastrophe. Als im Laufe zweier schicksalhafter Tage die Vergangenheit zurückkehrt, entdeckt sie, wie sie sich in einer unsicheren Welt behaupten kann.
MEINUNG:
Ich muss ehrlich sagen, dass mich bei diesem Buch das Cover zuerst angesprochen hat. Ich fühle mich einfach magisch von Wasser auf covern angezogen.
Das Cover das Buches zeigt schönes blaues Wasser, was für viele der Inbegriff von Urlaub, Entspannung und Wärme ist, aber in diesem Buch zeigt sich auch nochmal eine andere Seite. Es geht hier u.a. um die schlimmenTsunami-Welle, die 2004 die Küste von Thailand getroffen ist als Folge von einem Erdbeben. Ich kann mich daran nur noch ein bisschen erinnern, weil ich noch etwas jünger war, aber in diesem Buch nochmal Details zu erfahren (auch wenn die Geschichte fiktiv ist) hat mich doch nachhaltig schockiert. Die Autorin beschreibt gegen Ende es Buches einige Details, die ich nicht mehr so schnell aus meinem Kopf heraus bekommen werde.
In dem Buch geht aber auch um Freundschaft. Die Freundschaft zwischen der Erzählerin Marissa und Arielle. Marissas Vater ist Meeresbiologe und flieht nach dem Tod von Marissas Mutter nach Thailand. Marissa verbringt praktisch dort ihre ganze Kindheit. Dort lernt sie Arielle kennen und zwischen den beiden entwickelt sich eine tiefe Freundschaft.
Das Buch wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Vergangenheit schildert die Jahre der Freundschaft der beide bis zur Katastrophe kommt. Diese Kapitel haben mir besonders gut gefallen, da sie auch viel Nature Writing enthalten und ich viel über Rochen gelernt habe, da sie die Tiere sind, die Marissas Vater erforscht. Marissa lebt in der Gegenwart in New York und lebt mit der großen Bürde, dass Arielle dem Tsunami nicht lebend entkommen ist. Die Trauer und die Schuld nehmen ihr die Möglichkeit weiterzuleben, zumindest habe ich es so empfunden. So richtig heimisch fühlt sie in New York auch nicht, denn ihr Herz schlägt eigentlich für Thailand, aber sie fühlt nicht in der Lage dorthin zurückzukehren.
FAZIT:
Unter Wasser nimmt uns mit nach Thailand und zu den beiden Freundinnen Marissa und Arielle, deren Freundschaft abrupt endet durch Tsunami 2004. Mich hat das Buch gleichzeitig berührt, gelehrt über die Wasserwelt Thailands und hoffnungsvoll gemacht, dass das Leben nach einem Verlust weiter gehen kann.
Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von Dumont Verlag* über Netgalley* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
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