Rezension „Du musst mich vergessen“ – Rosie Walsh

Goldmann Verlag* | Übersetzerin: Stefanie Retterbush | Broschierte Ausgabe | 497 Seiten | 16,00 € 

INHALT:

Zwölf Jahre ist es her, dass sich Carrie und Johan in einer Sommernacht in Thailand das Jawort gaben. Und dass Männer den Strand stürmten und Johan verhafteten. Carrie hat ihn nie wiedergesehen: ihre große Liebe, mit der sie nur einen Abend verheiratet war. Heute führt Carrie mit ihrem Mann Robin und ihren sechsjährigen Zwillingen ein unaufgeregtes, behütetes Leben auf dem englischen Land. Doch dann stolpert sie über einen Internetbeitrag, der ihr klar macht, dass Johan auf freiem Fuß ist und in Schweden lebt. Sofort sind sie wieder da, die Erinnerungen an ihre intensive, leidenschaftliche Beziehung. Und die Erinnerungen an den Schmerz. Carrie muss herausfinden, was damals geschah, selbst wenn das bedeutet, alles aufs Spiel zu setzen, was ihr lieb ist …

MEINUNG:

Du musst mich vergessen ist bereits mein zweites Buch von Rosie Walsh. Ich war bereits von Ohne ein einziges Wort begeistert und schätze die Autorin.

Ich muss sagen, dass sich die Geschichte ziemlich langsam entwickelt. Spannung kommt erst richtig ab der Hälfte auf. Sie springt immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her. Man erfährt wie sich Carrie und Johan kennengelernt haben – zweifellos eine wirklich große Liebesgeschichte. In der Gegenwart erfährt man von Carries jetzigem Leben mit ihrem neuem Mann und ihren beiden Kindern. Es lässt sich gut lesen, aber ich empfand es stellenweise langatmig. Was ich wiederum interessant fand waren der Job von Carrie, die Ärztin ist und den von Johan, der bei einer gemeinnützigen Organisation gearbeitet hat. Das gilt auch für Carries Mutter, die selbst Aktivistin ist. Die Autorin hat hier sehr gut recherchiert.

Natürlich wurde ich beim Lesen davon angetrieben zu erfahren, was nun passiert ist mit Johan und genau da wird es erst relativ spät spannend. Vor allem alle scheinen etwas zu wissen, nur Carrie lebte jahrelang in Unwissenheit. Die Tension zwischen den beiden ist einfach greifbar, vor allem als sie sich wieder sehen. Ich fand die Auflösung an sich gut, es gab aber ein paar Aspekte, die doch ein wenig weit her geholt erschienen. Die Auflösung kommt auch scheibchenweise, was das Buch dann wirklich spannend am Ende gemacht hat.

FAZIT:

Du musst mich vergessen hat mich gut unterhalten, auch wenn das Buch gut und gerne am Anfang ein bisschen mehr Gas geben hätte können bzw. weniger Seiten hätte haben können. Es ist eine wirklich schöne Liebesgeschichte. Happy End ist hier garantiert. 😉

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von Goldmann Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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