Rezension „Be my Girl“ – Nina Sadwosky

Penguin Verlag | Broschiert | Übersetzerin: Andrea Brandl | 336 Seiten | 13,00 € |Amazon

DSC01597.JPG

INHALT:

Ellie und Rob sind das perfekte Paar. Gut aussehend, erfolgreich, bis über beide Ohren verliebt. Aber nur Augenblicke nach dem Jawort scheint alles in Scherben zu liegen. Rob verbirgt eine entsetzliche Vergangenheit. Je mehr Ellie erfährt, desto tiefer wird sie in einen Strudel aus Lügen und Verrat gezogen, der ihr beider Leben bedroht. Wer ist der Mann, den sie geheiratet hat? Und wie weit will sie gehen, um ihre Liebe zu retten? Denn Rob ahnt nicht, dass auch sie nicht ehrlich zu ihm war …

MEINUNG:

Das Buch wird als Pyschothriller betitelt, aber ich fand, dass es viel mehr ein Thriller war. Natürlich gibt es typische psychologische Spannungsmomente, aber das Buch ist keinesfalls unblutig und hat auch die eine oder andere Gewaltszene. In meinem Verständnis bleiben diese bei Psychothrillern meist aus, aber das mag Ansichtssache sein.

Be my Girl legt gleich zu Anfang mit einem rasanten Tempo vor. Die relativ kurzen Kapitel wechseln sich zwischen „Damals“ und „Heute“, wobei die Handlung in der Gegenwart stringent erzählt wird und die Vergangenheit hin und her springt zwischen der Kindheit und Jugend von Ellie und Rob, ihrer beider Kennenlernen und den Szenen, die dann in die Gegenwart münden. Die Kapitel wechseln sich immer ab, aber mir gelang es immer dem Ganzen zu folgen und Stück für Stück setzen sich die Puzzleteile zusammen. Das hat mir gut gefallen. Die Autorin behält auch immer den roten Faden bei und verliert sich nicht in dem scheinbaren Durcheinander der Vergangenheit.

Allerdings ist recht schnell klar, wo Rob drin steckt und das hat mich nicht sonderlich vom Hocker gerissen. Auch wenn Rob immer präsent ist, taucht er erst relativ am Ende in der Gegenwart auf. Ich wusste nicht so recht, was ich von ihm halten sollte. Seine Vergangenheit sorgt dafür, dass auch Ellie in den Strudel der Machenschaften von Rob gerät. Was mich gestört hat, ist das Rob sie da schlussendlich aktiv mitreinzieht und etwas von verlangt, was ich nicht nachvollziehen konnte. Nur um seine eigene Haut zu retten? Ich kann es nicht genau sagen. Es hat ihm auf jeden Fall keine Sympathiepunkte bei mir eingebracht. Er ist eine Marionette von anderen und Ellie dann zu seiner.

Der Klappentext ließ mich vermuten, dass es sich hier um ein psychologisches Spannungsspiel zwischen zwei Eheleuten handeln könnte, aber das ist leider nicht der Fall. Das Buch ist getrieben von Robs falschen Entscheidungen. Ellie hat auch ihre Geheimnisse, aber die sind für die Handlung nicht wirklich relevant und Rob erfährt diese auch nicht. Sie sind insoweit relevant, dass Ellies Persönlichkeit geprägt haben und vielleicht ist das genau die Erklärung, warum Ellie und Rob so ein perfektes Paar sind.

Das Ende hält noch mal eine Wendung bereit. Es ist raffiniert gemacht und lässt Spielraum für einen möglichen zweiten Teil.

FAZIT:

Für einen Debüt-Roman ist der Thriller sehr gut ausgearbeitet und durchgehend spannend. Der Roman ist wie ein guter Action-Thriller à la James Bond, der einen ein paar Stunden gut unterhält, den man aber vermutlich auch recht schnell wieder vergisst.

Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise vom Penguin Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Ein Gedanke zu “Rezension „Be my Girl“ – Nina Sadwosky

  1. Pingback: Monatsrückblick Februar | Eulenmatz Liest

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s