Rezension „Ich vernichte dich“ – Brad Parks

Fischer Verlag* | Broschierte Ausgabe | Übersetzer: Irene Eisenhut | 480 Seiten | 14,99 € |Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Melanie ist eine gute Mutter. Sie liebt ihr Kind und ihren Mann. Doch jetzt hat man ihr den Sohn genommen.
Ihre Wohnung wurde durchsucht. Sie soll Kokain im Kinderzimmer versteckt und ihr Kind im Internet zum Verkauf angeboten haben. Haltlose Vorwürfe, aber wie kann sie sich davon befreien? Jemand will sie vernichten. Jemand, der die Macht dazu hat. Hat sie überhaupt eine Chance? Die Katastrophe lauert an diesem Montagabend vor dem Haus der Tagesmutter, als Melanie mit den Worten überfallen wird: „Ihr Sohn ist nicht hier. Er befindet sich in der Obhut des Sozialamtes.“ Für die junge Mutter bricht ihre heile Welt zusammen: Sie wird beschuldigt, ihren Sohn vernachlässigt zu haben, mit Kokain zu dealen, den Stoff im Kinderzimmer gelagert zu haben und darüber hinaus auch noch ihr Kind im Internet zum Verkauf angeboten zu haben. Haltlose Vorwürfe, aber wie kann sie ihre Unschuld beweisen? Und wichtiger noch: Wer will sie auf diese Weise vernichten? Wer will ihr so viel Böses, ihr Leben in Trümmern sehen? Als Melanie auf eigene Faust der Sache auf den Grund geht, steht sie vor einem schier übermächtigen Gegner, der alles tun wird, damit sie keine Chance hat.

 

MEINUNG:

Ich vernichte dich war mein erster Thriller von Brad Parks und das Buch startet gleich in die Vollen. Melanie muss gleich zu Beginn wirklich eine Menge furchtbarer Dinge ertragen, die man fast seinem ärgsten Feind nicht wünscht. Beim Lesen hat mich das innerlich richtig aufgewühlt und ich gerade deswegen das Buch kaum aus der Hand legen. Wieder mal hatte ich das Gefühl sie als Protagonistin auch nicht allein lassen zu können und natürlich wollte ich wissen, was hinter allem steckt.

Melanie wirkt nach außen sehr tough, was vermutlich daran liegt, dass sie in ihrer Kindheit schon so viel schlimme Sache erlebt hat, dass sie sich hier einen Schutzmantel aufgebaut hat. Es mag erstmal etwas befremdlich wirken, aber ich habe ihr das abgenommen. Man fragt sich natürlich immer, warum ihr das alles passiert. Ich war aber immer davon überzeugt, dass sie es nicht gewesen ist. Ich habe Melanie für ihre Stärke bewundert, auch als die mehrfach hinter Gittern landet.

Auf der anderen Seite haben wir noch Amy, die als Staatsanwältin parallel noch einem Vergewaltiger auf der Spur ist. In Romanen wie diesen passiert so etwas nicht ohne Grund und schon bald ergibt sich dort ein Zusammenhang zwischen dem, was Melanie passiert ist und den Vergewaltigungsfällen.  Amy lässt sich allerdings zu der ein oder anderen Fehlentscheidung verleiten, weil sie den Täter unbedingt bekommen möchte, dennoch fand ich sie sympathisch. Ganz besonders amüsant ist das Verhältnis zum Oberstaatsanwalt, der eigentlich keine Ahnung hat und seine Kandidatur nur als Sprungbrett in die Politik sieht. Amy regelt alles im Hintergrund, aber sie lässt uns immer an ihren Gedanken zu ihm teilhaben. Obwohl Melanie eigentlich genau auf der anderen Seite von Amy steht, ist der Umgang der beiden Frauen respektvoll.

FAZIT:

Ich vernichte dich hat mich sofort in seinen Bann gezogen, vor allem wegen der schreienden Ungerechtigkeit gegenüber Melanie. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Der Mittelteil war dann ein wenig schwächer und der Schluss hat dann mit vielen unvorhergesehenen Wendungen aufgewartet. Ein rundherum gelungener Thriller!

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von Lovelybooks* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

*Folgende Verlinkungen kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung.

3 Kommentare zu „Rezension „Ich vernichte dich“ – Brad Parks

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