Rezension „Fiona: Den Toten verpflichtet“ – Harry Bingham

Rowohlt Verlag* | Taschenbuch | Übersetzer: Kristof Kurz | 492 Seiten | 9,95 € |Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

So eine Heldin hat die Krimiwelt noch nicht erlebt: verletzlich, eigensinnig, genial
Eine ermordete Drogenhure, ermordet in ihrer schmutzigen Wohnung. Neben ihr die furchtbar zugerichtete Leiche ihrer kleinen Tochter. Wer begeht so ein Verbrechen? Bei der Toten wird eine Kreditkarte gefunden. Der Besitzer kam vor Monaten beim Absturz einer Privatmaschine ums Leben. Das Ganze: ein Rätsel.
Die junge Polizistin Fiona Griffith hat eigentlich nichts mit dem Fall zu tun, doch irgendetwas daran lässt sie nicht los und sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Ihren Chef macht sie damit rasend, dabei weiß der noch nicht einmal, wie sehr am Rande der Legalität sie sich bewegt. Denn Fiona ist nicht wie andere Polizisten, sie ist anders als die meisten Menschen. Eine geniale Ermittlerin – und immer kurz vor dem Crash …

MEINUNG:

Fiona: Den Toten verpflichtet ist der erste Band eine mehrbändigen Krimireihe um die Polizistin Fiona Griffith. Fiona, genannt Fi, ist noch sehr jung und erst am Anfang ihrer polizeilichen Karriere, aber sie ist sehr ehrgeizig und entwickelt gerne ich ihre eigenen Methoden, um Verbrechen auf die Spur zu kommen.

Es deutet sich schon im Prolog an, dass Fi in ihrer Jugend zwei Jahre krank war. Als Leser weiß man zunächst nicht, was genau sie hatte, aber eine physische Krankheit liegt nahe. Fi ist wirklich eine besondere junge Frau und so ganz anders als ihre Geschlechtsgenossinnen. Alltägliche und normale Dinge fallen ihr schwer, weil sie dafür oft kein richtiges Gespür hat, was mir ihrer Krankheit zusammenhängen kann. Das kann man nicht komplett beurteilen, da der Leser sie nur nach der Erkrankung kennt.

Obwohl sie als geheilt gilt, gibt es wieder Phasen, in denen kleinere Rückschläge gibt. Es ist schwierig zu verstehen, wie Fi manchmal handelt, ohne zu wissen was sie hat. Als am Ende offenbart wird, was sie genau hat, kann man das Ausmaß noch immer nicht so richtig begreifen. Viele Sachen, die sie gesagt und gemacht hat, machen dann plötzlich Sinn.

Die Reihe spielt in Wales, was mir sehr gefallen hat. Am Rand bekommt man auch noch so ein bisschen Lokalkolorit. Trotz seiner besonderen Heldin sog sich für mich die Geschichte sehr. Eigentlich steht für mich in Krimis und Thrillern der Fall im Vordergrund, aber hier ist das nicht so recht der Fall. Die vielen Schleifen führten auch dazu, dass ich gar keinen Überblick mehr in den Zusammenhängen und beteiligten Personen des Falles hatte. Vermutlich liegt hier nicht so ganz der Fokus darauf, aber es entspricht damit leider nicht so ganz meinen Erwartungen.

FAZIT:

So richtig weiß ich noch nicht, was ich von dieser Reihe halten soll. Fiona Griffith ist in der Tat eine außergewöhnliche Heldin und wurde von Harry Bingham wirklich großartig charakterisiert. Auf der anderen Seite ist die Geschichte relativ langezogen und mir fehlte auch einfach die Spannung und damit auch die Sogwirkung. Um Fiona besser kennenzulernen, werde ich es trotzdem nochmal mit dem zweiten Band probieren.

Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise vom Rowohlt Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

*Folgende Verlinkungen kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung.

 

2 Gedanken zu “Rezension „Fiona: Den Toten verpflichtet“ – Harry Bingham

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