Rezension „Blake“ – Jack Heath

Heyne Verlag* | Broschierte Ausgabe | Übersetzer: Angelika Naujokat | 448 Seiten | 12,99 € |Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Amerika, Gegenwart. Timothy Blake ist ein genialer Profiler und steht als inoffizieller FBI-Mitarbeiter auf keiner Gehaltsliste. Er hat nämlich ein geheimes Laster und wird nicht mit Geld entlohnt, sondern mit etwas, das seine dunklen Triebe befriedigt. Als Blake mit seiner neuen Partnerin Special Agent Reese Thistle eine heikle Geldübergabe einfädelt, geht die Sache schief: In einem gestohlenen Wagen finden sie eine Schaufensterpuppe mit einer menschlichen Niere darin. Blake, der sein finsteres Geheimnis sorgsam hüten muss, gerät unter Verdacht …

MEINUNG:

Blake war mir schon in der Verlagsvorschau ins Auge gesprungen, weil es sich bei Blake mal um einen etwas anderen Ermittlertypen handeln sollte. Ich lese sehr viel Thriller und Krimis und war dementsprechend sehr gespannt, was uns hier für ein Typ erwartet.

Timothy Blake, genannt Blake, arbeitet inoffiziell beim FBI, weil es manchmal mehr sieht und erkennt als mancher Ermittler. Um seinem geheimen Laster zu frönen, welches ich hier nicht verraten möchte, ist mit dem Außenstellenleiter des FBIs in Houston einen Deal eingegangen: Er hilft bei der Lösung der Fälle und dafür bekommt eine Belohnung. Beim Lesen schwankte ich immer so zwischen Ekel und Sympathie, die eigentlich völlig fehl am Platz ist. Sein Trieb bestimmt sein ganzes Leben und Tun. Blake ist sich dessen durchaus bewusst und findet doch keinen Ausweg, obwohl er den auf jeden Fall sucht, wenn die Verzweiflung sehr groß ist. Auf der anderen Seite ist vieles auch Ironie des Schicksals und entlockt beim Lesen ein kleines Schmunzeln. Blake hat natürlich auch eine Kindheit voll mit lauter Entbehrungen und ist einfach bettelarm, auch jetzt noch. Auch das prägt seine Gedanken und sein Tun immer wieder, denn das FBI bezahlt ihm nichts.

Reese Thistle ist ein Lichtblick in dem doch recht düsteren, harten Thriller. Sie wird seine neue Partnerin bzw. „Aufpasserin“ und ist natürlich ihm gegenüber anfangs sehr misstrauisch. Als er aber den ersten Erfolg verbuchen kann, wandelt sich das und sie für ihn mehr als nur Respekt und Vertrauen übrig. Zwischenmenschliche Beziehungen und körperlicher Kontakt sind für Blake allerdings ein Problem und das natürlich absolut zu Recht. Der Autor lässt Blake hier isoliert. Alles andere wäre einfach unglaubwürdig.

Der Fall an erscheint zunächst relativ klar, aber wird dann immer verzwickter. Es gibt auch oft Momente, wo eigentlich schon alles geklärt ist. Etwas in der Art habe ich auch noch nicht gelesen. Ich hatte schon beim Lesen eine ganz heiße Spur, aber die erwies sich dann doch als falsch. Am Ende ist wirklich völlig anders als erwartet und auch auf den Täter wäre ich nie gekommen. Die Spannung verläuft daher immer in Wellen. Am Ende überschlägt es sich dann fast, was häufig üblich ist in diesem Genre. Es wirkte alles durchdacht vom Autor, aber mir fiel es schwer, dann richtig folgen zu können. Natürlich spitzen sich dann auch nochmal die Ereignisse zu.

FAZIT:

Blake ist definitiv ein Thriller, der etwas anderen Sorte. Man sollte hier keine Scheu vor Blut und ähnlichem haben. Es war an sich gut konstruiert, aber ich hatte am Ende dann ein paar Probleme den Gedankengängen des Autors zu folgen. Hoffe aber, dass es hier noch weiter gehen wird. Das Ende war vielversprechend.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise vom Heyne Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

*Folgende Verlinkungen kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung.

4 Gedanken zu “Rezension „Blake“ – Jack Heath

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