Rezension „Was wäre ich ohne dich?“ – Guillaume Musso

Piper Verlag* | Taschenbuch | Übersetzer: Eliane Hagedorn, Bettina Runge | 384 Seiten | 10,00 € |Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Martin, engagierter Polizist in Paris, konzentriert sich nach einer enttäuschten Liebe voll und ganz auf seine Arbeit. Das muss er auch, denn zurzeit hat er es mit einem besonders schwierigen Fall zu tun: Er ist dem berühmt-berüchtigten Archibald MacLean auf den Fersen, dem größten Kunstdieb aller Zeiten. Martins abenteuerliche Jagd führt ihn bis nach San Franciso, wo er ausgerechnet Gabrielle wieder über den Weg läuft – der Frau, die ihm vor fünfzehn Jahren das Herz gebrochen hat. Und auch sie hat eine Verbindung zu Archibald …

MEINUNG:

Nach einigen Startschwierigkeiten hat sich Guillaume zu einem meiner Lieblingsschriftsteller gemausert. Mir gefallen besonders seine neuen Bücher wie Das Mädchen von Brooklyn und Das Atelier in Paris. Mit seinen älteren Büchern habe ich so meine Schwierigkeiten, wie sich auch jetzt wieder gezeigt hat.

Was wäre ich ohne dich? erinnert mich zunächst an diverse Filme mit Meisterdieben, wie Ocean’s Eleven oder Verlockende Falle. Das wird allerdings nur zu Beginn des Buches ein wenig erwähnt. Martin und Archibald verbinden als Jäger und Gejagter daher eine besondere Beziehung. Es scheint zu Martins Lebensaufgabe geworden zu sein Archibald zu schnappen.

Diese Jagd führt beide nach San Francisco, wo Martin damals ein paar Monate Zeit verbracht hat und seine große Liebe Gabrielle kennengelernt hat. Die Liebe endete ziemlich tragisch und Martin war nie wieder wirklich verliebt. Die Enttäuschung war einfach zu groß. Im Großen und Ganzen geht es hier wirklich nur um die Liebe und das wieder Zueinander finden und nicht darum Archibald endlich zu stellen. Mir gefallen stets zu Beginn der Kapitel die schönen Zitate, aber trotzdem verliert sich Musso hier sehr ins Poetische und im letzten Drittel dann sogar in parallele Welten.

Der Geschichte fehlt schlicht und einfach der rote Faden und vor allem auch die Spannung. Es ist kein Vergleich zu beiden anderen Büchern, die ich kaum zur Seite legen konnte. Mir gefiel auch nicht, dass die Brüche in den Beziehungen einfach so verziehen worden als wäre nichts gewesen. Das erschien mir einfach unrealistisch. Der Autor verliert hier einfach das Ziel aus den Augen. Vieles erscheint wirr und chaotisch. Als ich das Buch zuschlug, war ich froh, dass es von 2009 ist und kein neueres Werk. Es gibt noch so ein paar Geheimnisse, die ich hier natürlich nicht nennen möchte, aber auch das macht es nicht zu einer besseren Geschichte.

FAZIT:

Was wäre ich ohne dich? war für mich leider eine wirkliche Enttäuschung. Es keine rasante Verbrecherjagd, sondern eher eine ziemlich verkitschte Liebesgeschichte, die keinen wirklichen roten Faden hat. Mussos neuere Bücher sind definitiv besser und strukturierter.

Ich vergebe 2,5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise vom Piper Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

*Folgende Verlinkungen kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung.

2 Kommentare zu „Rezension „Was wäre ich ohne dich?“ – Guillaume Musso

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