Rezension „Die Schwiegertöchter des Monsieur Le Guennec“ – Aurélie Valognes

Rowohlt Verlag* | Broschierte Ausgabe | Übersetzer: Anja Malich | 240 Seiten | 10,00 € |Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Ohne Familie könnte das Leben so einfach sein – aber zusammen ist man weniger allein …
Der Bestseller der Erfolgsautorin Aurélie Valognes: unglaublich charmant, hinreißend französisch!
Wer Monsieur Claude mochte, wird Jacques Le Guennec lieben!
Zu Weihnachten haben Jacques und Martine Le Guennec ihre drei Söhne zu sich in die Bretagne eingeladen – und ihre Schwiegertöchter. Damit fängt der Stress an. Denn Jacques ist ein exzentrischer Despot und bringt seine Familie regelmäßig auf die Palme. Aber wieso nörgeln die Frauen seiner Söhne auch ständig an ihm herum und nehmen keine Rücksicht? Grund genug für schlechte Laune.
Bis Martine Jacques ein Ultimatum stellt: Entweder er akzeptiert seine Schwiegertöchter endlich – oder sie zieht aus. Die Sommerferien mit der Familie scheinen Jacques letzte Chance, Frieden zu schließen.

MEINUNG:

Die Schwiegertöchter des Monsieur Le Guennec wurde im Vorfeld mit dem Film Monsieur Claude und seine Töchter, welchen ich sehr mochte, verglichen und daher war ich sehr interessiert an der Geschichte. Hier geht es allerdings um Söhne und dementsprechend Schwiegertöchter.

Jacques und Martine Le Guennec haben drei Söhne, die jeweils eine Frau bzw. Freundin haben. Jacques hält seine Meinung nicht hinter dem Berg und spielt sich gerne mal als unbequemer Exzentriker und Patriarch auf. Nun kann ich nicht beurteilen, ob Franzosen immer so sind, aber es erschien mir doch etwas sehr überspitzt. Man muss Jacques wohl etwas mit Humor betrachten, denn ich wäre an der Stelle der Frauen nicht so ruhig geblieben bei seinen Äußerungen.

Martine fand ich zwar sympathisch, aber auch recht schwach (sie hat eine schwache Gesundheit) gegenüber ihrem Mann. Ihre Rebellion als alles aus dem Ruder lief, habe ich auch nicht so ganz ernst nehmen können. Man muss ihr zu Gute halten, dass sie es, aber immerhin schafft Jacques endlich mal zum Umdenken und damit auch zu anderem Verhalten zu animieren, was für den älteren Mann gar nicht so leicht ist. Immerhin ist er damit immer ohne Konsequenzen durchgekommen. Ich muss sagen, dass seine Söhne ihm zum Teil recht ähnlich waren und bei mir nicht so wirklich Sympathiepunkte gesammelt haben. Man kann von Glück sagen, dass sie so selbstbewusste Frauen haben, die sich eben nicht alles gefallen lassen.

Am besten fand ich Jacques Mutter, Martines Schwiegermutter, die sich eben ganz anders gegen über ihrer Schwiegertochter verhält als Jacques es tut. Sie steht immer so ein wenig an der Seitenlinie als neutrale, aber scharfe Beobachterin und mischt sich weniger ein. Natürlich kennt sie ihren Sohn sehr gut und ist wohl auch froh nicht mehr mit ihm unter einem Dach leben zu müssen. Mir gefiel dennoch, dass das Buch zeigt, dass die Familie trotz allem zusammenhält und auch in der Lage ist Konflikte zu überwinden, was auch nicht selbstverständlich ist, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Die Fronten sind noch nicht komplett verhärtet.

FAZIT:

Wer den Film Monsieur Claude und seine Töchter mochte, wird auch Die Schwiegertöchter des Monsieur Le Guennec lieben. Eine schöne, kurzweilige frankophone Geschichte über eine Familie, die lernt sich gegenseitig so zu akzeptieren, wie man ist. Man sollte sie auf jeden Fall mit Humor und nicht so ernst nehmen.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise vom Rowohlt Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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Ein Kommentar zu „Rezension „Die Schwiegertöchter des Monsieur Le Guennec“ – Aurélie Valognes

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