Rezension „Space Girls“ – Maiken Nielsen

Wunderlich Verlag* | Gebundene Ausgabe | 432 Seiten | 22,00 € |Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Juni wächst in den 50er-Jahren auf einem Flugplatz in New Orleans auf. Für das wilde Kind gibt es nichts Schöneres, als mit ihrem Stiefvater an Flugzeugen herumzubasteln. Doch Juni will mehr: zu den Sternen fliegen. Jahre später kommt sie diesem Traum ein Stück näher: Mit zwölf anderen Frauen wird sie zum Astronauten-Training der NASA zugelassen. Es beginnt eine Zeit der mörderischen Tests. Doch Juni hält durch und erzielt herausragende Ergebnisse. Ihr Traum vom Flug zu den Sternen scheint kurz vor der Erfüllung zu stehen, da erreicht sie eine niederschmetternde Nachricht: Keine der Frauen darf ins All, Männer wie John Glenn erhalten den Vorzug. Juni ist am Boden zerstört. Aber sie beschließt zu kämpfen. Für ihre Rechte, für ihren Traum …

MEINUNG:

Vor 50 Jahren landete die Apollo 11 zum ersten Mal auf dem Mond. Passend zu diesem Ereignis hat Maiken Nielsen ihren Roman Space Girls veröffentlicht. Mich machte die Geschichte neugierig, weil ich mich bisher mit dieser Thematik noch nicht groß auseinandergesetzt habe und mich immer freue, wenn Literatur es schafft auch noch meine Allgemeinbildung zu bereichern.

Wir begleiten in dieser Geschichte Juni, eine junge Frau, die das Fliegen schon als kleines Kind geliebt hat. Junis Geschichte ist recht bewegt, denn ihre Mutter floh mit ihr aus Deutschland in die USA über Frankreich. Zu diesem Zeitpunkt ist Juni noch zu klein, um sich daran erinnern zu können, aber der Leser und natürlich ihre Mutter wissen um diese Vergangenheit, die lange Zeit als Geheimnis gehütet wird und später im Roman noch zu einem Konflikt der beiden wird.

Juni wächst in New Orleans auf, wo ihr Stiefvater ein Flugzeug hat. Ihn hat Junis Mutter auf der Schiffsfahrt in die USA kennen und lieben gelernt. Mit 17 Jahren macht Juni selbst den Flugschein. Immerhin ist das möglich, auch wenn es zu dieser Zeit noch sehr unüblich ist, dass Frauen Pilotinnen werden. Trotzdem finden sich junge Pilotinnen zusammen und fliegen Rennen. Zu ihnen gehört auch Geraldyn „Jerrie“ Cobb, aus deren Perspektive wir auch immer lesen und die eine real existierende Person war. Juni träumt davon zum Mond zu fliegen und kommt diesem Traum sehr nahe als sie Mitglied der Mercury 13 wird, einer Gruppe von Frauen, die im Rahmen eines privat finanzierten Programms, die gleiche medizinischen und psychologischen Tests durchlaufen haben, wie die Männer des NASA-gestützten Programms Mercury 7. Beide Programme gab es wirklich. Juni hat es in der Geschichte Jerrie Cobb zu verdanken, dass sie an diesem Programm teilnehmen darf.

Es ist spannend und aufregend zu lesen, wie diese Frau für ihre Träume und auch um die Anerkennung kämpfen, genauso in dem Beruf der Pilotin arbeiten zu können, wie ihre männlichen Kollegen. Diese Frauen haben zu dieser Zeit den Weg geebnet für unsere heutige Zeit und man muss ihnen dafür die verdiente Anerkennung zu Teil werden lassen. Nebenbei streut Maiken Nielsen auch noch immer Passagen ein, die tagebuch-ähnlich die Fahrt der Apollo 11 wiedergibt, was ich allerdings etwas weniger interessant fand. Besonders gut hat mir die Ausarbeitung der weiblichen Pilotinnen gefallen und auch Juni ist eine ganz großartige junge Frau, die ihren Weg, auch abseits der damaligen Norm, geht. Schön war auch, dass sie von ihrer Familie zu jedem Zeitpunkt Unterstützung erfährt und man sie nicht auffordert sich anzupassen.

FAZIT:

Space Girls ist eine ganz wunderbare Geschichte über emanzipierte Frauen, die Liebe zum Fliegen und Zeitgeschehen in den 1950er Jahren in den USA. Maiken Nielsen hat es geschafft Fiktion und reale Fakten zu einem Roman zusammenzufassen, der mich sehr begeistert hat und alles hatte, was eine gute Geschichte braucht.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise vom Rowohlt Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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