Rezension „Zu Staub“ – Jane Harper

Rowohlt Verlag* | Broschierte Ausgabe | Übersetzer: Ulrike Wasel, Klaus Timmermann | 416 Seiten | 16,00 € |Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Zwei Brüder treffen sich am Zaun, der ihre Farmen voneinander trennt. Tief im Outback sind sie einander die einzigen Nachbarn. Ihre Häuser liegen vier Stunden Autofahrt voneinander entfernt. Cam, der mittlere Bruder, der die Familienranch verwaltete, liegt tot zu ihren Füßen. Er ist allein in der Hitze gestorben. Die beiden Männer bringen ihren Bruder heim auf die Ranch. Aber in der tiefen Trauer wächst das Misstrauen. Was, wenn Cam keines natürlichen Todes gestorben ist? Was, wenn Isolation und Einsamkeit hier im Nirgendwo die Menschen verändern – zum Bösen?

MEINUNG:

Zu Staub ist Jane Harpers dritter Roman, der auf Deutsch erschienen ist und ich habe auch die beiden anderen Bücher, Hitze und Ins Dunkel gelesen. Ein bisschen hatte ich eigentlich wieder auf den sympathischen Ermittler Aaron Falk gehofft, aber er kommt in diesem Buch nicht vor. Dennoch sind wir wieder im australischen Outback, in dem ein Leben geführt wird, was ich mir kaum vorzustellen mag.

Alles beginnt mit dem Tod von Cam, der scheinbar verdurstet ist, denn ohne genügend Vorräte kann einen das Outback auch schon mal das Leben kosten, was die Autorin immer wieder eindringlich schildert. Auch die Einsamkeit und Isolation gehören zum Leben im Outback dazu und können zur Gefahr werden, wie man Cams großen Bruder Nathan sieht, aus dessen Sicht wir auch die Geschichte erfahren.

Cams Tod scheint zunächst nach einem möglichen Selbstmord oder Unfall auszusehen, dennoch hat Nathan so ein wenig seine Zweifel und stellt ein paar Nachforschungen an. Zunächst erweckt die Familie den Eindruck als wäre alles in Ordnung. Zu der Familie zählen auch der jüngere Bruder Bub, die Mutter der Männer und die Frau von Cam sowie dessen zwei Töchter. Spannung entwickelt sich hier nur recht unterschwellig, aber man spürt, dass es in dieser Familie das ein oder andere Geheimnis gibt und einige Personen nicht so sind, wie sie vorgeben zu sein. Wir erfahren auch, dass die drei Männer sehr unter ihrem gewalttätigen Vater zu leiden hatten. Solche Details erfahren wir durch Rückblende in Form von Erinnerungen von Nathan.

Nathan fand ich sehr sympathisch, auch wenn er so seine Baustellen hat. Die Scheidung von seiner Ex-Frau war sehr unangenehm und er führt einen stetigen Kampf, damit er den gemeinsamen Sohn sehen kann. Seine Ex-Frau wohnt mit seinem Sohn in Brisbane. Es wird auch deutlich wie weit hier die Entfernungen sind. Bis zum nächsten Flughafen sind es 900km und dann ist man noch nicht in Brisbane.

Für die Einordnung als Thriller fehlte mir ein bisschen die Spannung. Man spürt zwar, dass dort etwas ist, aber das Erzähltempo ist doch sehr gemächlich und die Geschichte braucht fast bis zum Schluss bis endlich herauskommt, was wirklich passiert ist und das erschütterte mich auch, wie weit man bereit ist zu gehen, um die zu schützen, die man liebt.

FAZIT:

Zu Staub entführt uns wieder ins australische Outback. Die Hitze der Sonne ist wieder auf jeder Seite spürbar und auch die Gefahr durch die Sonne. Für die Einordnung als Thriller fehlte mir hier ein bisschen die Spannung. Die Autorin setzt deutlich mehr Atmosphäre. Mir gefiel aber die Familiengeschichte unter deren Oberfläche mehr war als es nach außen hin den Schein hatte. Ich bin gespannt auf den nächsten Roman der Autorin!

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise vom Rowohlt Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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