Rezension „Wolfsommer“ – Hans Rosenfeldt

Rowohlt Verlag* | Gebundene Ausgabe | 480 Seiten |19,99 € | Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

In der schwedischen Stadt Haparanda wird ein toter Wolf gefunden. Als die Behörden das Tier untersuchen, finden sie im Magen menschliche Überreste. Nachforschungen führen die Ermittler auf eine Spur: In Finnland ist ein Drogendeal aus dem Ruder gelaufen, es gab mehrere Tote. Und daher tauchen gleich mehrere Kriminelle in Haparanda auf – allen voran Profi-Killerin Katja, die für ihren russischen Auftraggeber Drogen und Geld zurückholen soll. Die leitende Polizistin vor Ort, Hanna Wester, hat noch ganz andere Probleme: Sie befürchtet, ihr Mann könnte sie verlassen, die Affäre mit ihrem jüngeren Chef macht es nicht besser. Doch Hanna steht ihre Frau.

MEINUNG:

Hans Rosenfeldt ist vermutlich jedem, der gerne skandinavische Krimis und Thriller liest oder auch schaut ein Begriff. Er hat u.a. zusammen mit Michael Hjorth die sehr bekannte Thriller Reihe um den Polizeipsychologen Sebastian Bergman geschrieben. Außerdem ist er Drehbuchautor und aus seiner Feder stammt auch die von mir sehr geliebte Serie Die Brücke. Für mich war daher ganz klar, dass ich Wolfssommer lesen möchte. Es ist der der Beginn einer neuer Thriller Reihe.

Die Geschichte ist in dem schwedischen Örtchen Haparanda angesiedelt. Haparanda gibt es wirklich und liegt direkt an der finnischen Grenze. In Haparanda ist Hanna Wester die leitende Polizistin. Wolfssommer beginnt damit, dass ein toter Wolfe gefunden wird. Zunächst ist das nichts weiter Besonderes, aber man findet im Magen des Wolfes menschliche Überreste. Neben Hanna lernt man auch schnell die Profi-Killerin Katja kennen, die in Haparanda ihre eigenen Ziele verfolgt und dennoch auch in Zusammenhang mit Hanns Fall steht.

Wie so häufig in skandinavischen Thrillern steht natürlich auch das Privatleben der Protagonisten immer wieder im Mittelpunkt. Der Klappentext verrät schon, dass Hanna eine Affäre mit ihrem Chef hat. Hanna ist an sich eine recht komplexe Frau, die gerne schlechte Erinnerungen tief in sich vergräbt. Man spürt, dass eine gewisse Mauer ist, die sie umgibt. Dafür gibt es natürlich Gründe, die auch relativ schnell angesprochen werden. Details dazu kommen dann immer wieder peu a peu ans Tageslicht. Ich weiß, dass einige Leser nicht viel davon halten, wenn die Handlung zu sehr dominiert wird von den persönlichen Problemen der ermittelnden Person, aber ich bin der Meinung nur so kann man den Charakter und dessen Handeln auch wirklich nachvollziehen. Ich habe ein bisschen gebraucht, um Zugang zu Hanna zu finden. Sie neigt auch immer wieder dazu Menschen von sich wegzustoßen, aber ihre Arbeit bedeutet ihr viel und da lässt sie sich auch nicht beeinflussen. Zum Teil flüchtet sie regelrecht in die Arbeit, wenn es Zuhause für sie nicht gut auszuhalten ist. Mit der Zeit habe ich sie aber immer besser kennengelernt und sie war für mich auch die Person, die mich durch die Geschichte getragen hat. Natürlich gibt es auch noch sehr viele interessante Nebencharaktere mit ebenfalls interessanten Lebensgeschichten.

Ich bin gut in das Buch reingekommen, aber habe mich mit der Zeit immer schwerer getan hier noch am Ball bleiben zu wollen. Ich hatte leider schnell das Gefühl, dass ich sehr vieles schon weiß. Meine Meinung nach werde hier viele spannende Details und Einzelheiten schon sehr schnell offen gelegt und ich hatte das Gefühl schon (fast) alles zu wissen. Das hat der Sogwirkung und dem Spannungsbogen nicht so gut getan und ich hatte nach 300 Seiten einen ziemlich Hänger. Als ich das Buch dann nach ein paar Tagen wieder zur Hand genommen habe, ging es dann allerdings etwas besser, was vor allem an Hanna lag und einem spannenden Fakt, der dann doch noch zu Tage kam. Das Ende war dann allerdings sehr vielversprechend und ich habe beschlossen hier weiter lesen zu wollen.

FAZIT:

Wolfssommer fing gut an, ließ dann aber relativ schnell an Spannung nach und konnte mich dann am Ende aber wieder überzeugen. Der Schluss wirkte fast so ein bisschen als würde da noch Großes auf den Leser warten und dieser Band war nur der Auftakt. Ich bin gespannt, wie es hier weiter gehen wird.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von Rowohlt Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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Ein Kommentar zu „Rezension „Wolfsommer“ – Hans Rosenfeldt

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