Kurz-Rezension „Gespenster“ – Dolly Alderton

Atlantik Verlag* | Gebundene Ausgabe | 384  Seiten | 22,00 € | Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Die erfolgreiche Food-Autorin Nina George Dean trägt ihren zweiten Vornamen, weil ein Hit von Wham! an ihrem Geburtstag vor zweiunddreißig Jahren auf Platz eins der Charts stand. Das beeindruckt Max, den sie von einer Dating-App kennt und der auf rasante Weise ihr Herz erobert. Doch genauso schnell, wie er Nina an der Nachtbushaltestelle das ewige Glück versprochen hat, verschwindet er plötzlich wieder aus ihrem Leben – ohne eine Spur zu hinterlassen. Gleichzeitig plant Ninas Exfreund seine Hochzeit, und ihre beste Freundin erwartet ihr zweites Baby. Und dann erkrankt ihr geliebter Vater an Demenz. Als Nina alles zu entgleiten droht, wünscht sie sich nur noch sehnlichst in ihre Jugendtage zurück – bis sie erkennt, dass das Leben immer in dem Moment zwischen Vergangenheit und Zukunft spielt.

MEINUNG:

Gespenster spielt auf das sogenannte Ghosting an, was bedeutet, dass man sich mit einer Person z.B. über längere Zeit datet und diese Person, dann für heute auf morgen verschwindet und sich nicht mehr meldet, als hätte es sie nie gegeben. Genau das passiert Protagonistin Nina. Eigentlich hat diese bis dato ein ziemlich erfülltes Leben. Sie ist erfolgreiche Food-Autorin und hat schon zwei Kochbücher veröffentlicht. Sie hat eine Reihe enger Freunde. Doch dann fangen sich langsam an die Probleme zu sammeln. Ihr Vater erkrankt an Demenz, was immer wieder zu Konflikten mit ihrer Mutter führt. Nina ist mit Anfang 30 in einem Alter, wo ihre Freundinnen zu großen Teilen bereits verheiratet sind und Kinder haben. Die unterschiedlichen Lebensentwürfe führen immer wieder zu Konflikten.

Nina mochte ich wirklich von der ersten bis zur letzten Seite. Ich habe vor allem an ihr bewundert, dass sie wirklich immer ihre Meinung sagt und Dinge direkt anspricht. Das erzeugt natürlich auch immer wieder Diskussionen, z.B. mit ihrer Mutter. Nina sieht, dass es ihrem Vater zusehends schlechter geht und auch scheut sie sich nicht es anzusprechen. Ich hatte den Eindruck, dass trotz allem, was so in ihrem Leben los ist, immer in sich selbst ruht. Ein großes Thema ist auch, dass mit Anfang 30 immer noch Single ist, aber auch das trägt sie irgendwie mit Fassung, auch wenn es immer harsche Kommentare von außen gibt. Es gibt einen riesigen Konflikt mit ihrer besten Freundinnen, die im Verlauf zum zweiten Mal Mutter wird und ich finde Nina bringt es unfassbar gut auf den Punkt. Ich habe richtig mit ihr gefiebert. Die Autorin verpackt hier wirklich viel Themen für junge Frauen Anfang 30, die eben nicht klassischen Lebensentwurf  gehen wollen, ob das freigewählt sein mag oder nicht. Am Ende zeigt die Geschichte, dass man auch nichts erzwingen kann und seinen Weg im Leben finden muss, um glücklich zu sein.

FAZIT:

Gespenster hat mir unglaublich gut gefallen. Es ist leichte Unterhaltung, die aber wirklich auch ein paar Denkanstöße gibt und in meinen Augen auch gut die Realität darstellt. Protagonistin Nina hat für mich dieses Buch getragen. Sie lässt sich trotz allem Strauchelns im Leben nicht von sich selbst und ihrer Meinung abbringen. Freue mich auf weitere Bücher von der Autorin.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise vom Atlantik Verlag*über NetGalley*zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

*Folgende Verlinkungen kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung.

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