Highlight „Campus Love – Lauren & Cole“ – Katharina Mittmann

Droemer Knaur Verlag* | Taschenbuch | 400  Seiten | 10,00 € | Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Auf dem Campus der Brown University suchen Lauren und Cole neben einem guten Start in ihre berufliche Zukunft vor allem eines: die große Freiheit. Und ein bisschen Spaß. Als sie sich auf einer Party kennenlernen, fliegen sofort die Funken. Trotzdem verabschieden sie sich, ohne Kontaktdaten auszutauschen. Doch als Cole zu seiner nächsten Schicht in der Bar erscheint, in der er jobbt, entpuppt sich ausgerechnet Lauren als seine neue Kollegin. Ein Albtraum für Cole, schließlich gibt es für sein Liebesleben nur eine feste Regel: Lass niemals eine deiner abendlichen Eroberungen in dein tägliches Leben. Cole hält Lauren harsch auf Abstand – dumm nur, dass sie ihm einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen will … Kann er endlich seine Ängste überwinden und wirklich für sie da sein?

MEINUNG:

Campus Love ist eine Dilogie und die Geschichte von Lauren und Cole ist der zweite Band. Ich habe den ersten Band nicht gelesen, aber die beiden Charaktere kommen ebenfalls hier als Nebenprotagonisten wieder vor. Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass meine Erwartung an New Adult inzwischenzeit ziemlich gering sind und ich mich auch häufig mit deutsche AutorInnen und dem gewählten College Setting schwer tue.

Lauren und Cole treffen sich zum ersten Mal auf einer Party und sind sofort Feuer und Flamme füreinander. Doch dann wird Lauren Coles Arbeitskollegin und damit trifft ein Tabu für Cole ein, denn Cole möchte sich möchte Arbeit und Privates nicht miteinander vermischen. Bei Lauren stößt das ein wenig auf Unverständnis und sie versucht ihm immer wieder Avancen zu machen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Cole und Lauren erzählt, so dass man immer beide Perspektiven hat. Ich finde es toll, dass die Autorin aber nichts wiederholt, sondern in der Geschichte voran schreitet, wenn sie die Perspektive wechselt. Mit dem Wechsel der Perspektive setzen wir auch immer wieder woanders ein und kommen vielleicht nochmal auf Vergangenes zurück. Das hat mir richtig gut gefallen. Inhaltliche Wiederholungen sind nämlich nicht so meins, auch nicht aus verschiedenen Sichten.

Lauren wirkt sehr selbstbewusst und unnahbar. Sie ist praktisch vor ihrer Familie, die North Carolina wohnt geflüchtet, um an der Brown in Providence zu studieren. Sie ist sehr offen gegenüber Männern, möchte aber keine feste Bindung eingehen, dennoch gibt es irgendeinen seelischen Druck. Diesen versucht sie mit Kickboxen ein wenig zu lindern. Mir war schon recht früh klar, in welche Richtung es bei Lauren geht und das Buch hat zu Recht ein Triggerwarnung. Katharina Mittmann hat diese psychische Erkrankung am Beispiel von Lauren sehr gut und sensibel dargestellt. Ich finde, dass sie großartig aufgezeigt hat, wie Lauren mit sich selbst immer wieder hadert. Es geht mal einen Schritt vor und einen Schritt zurück, vor allem in der Annäherung zu Cole. Es war absolut nachvollziehbar, dass sie häufig einfach dicht macht und nicht reden möchte. Laurens Umfeld und auch Cole bohrt da aber nicht ständig nach, sondern lässt ihr den Raum.

Generell sind die von Katharina Mittmann gezeichneten Charaktere sehr aufmerksam und empathisch, sowohl Männer als auch Frauen, denn auch Cole hat sein Päckchen zu tragen. Auch hier war mir recht früh klar, in welche Richtung es geht. Cole ist mit Leib und Seele Künstler. Er wohnt in einer Dreier-Jungs-WG. Eigentlich hat auch er gar kein Interesse an einer festen Beziehung, denn auch er tut sich schwer sich zu öffnen. Lauren ist aber in meinen Augen die härtere „Nuss“. Die sich entwickelnde Zuneigung der beiden habe ich sehr gern verfolgt. Auch hier kann man von keiner Insta-Liebe sprechen, sondern es entwickelt sich erst. Erst aus Schlüsselszenen entsteht das erste richtige Vertrauen zwischen den beiden, doch selbst dann gibt es immer noch Konfliktpotential, was ich aber ganz normal finde. Auch in eine Beziehung muss man erstmal rein kommen. Die Darstellung finde ich sehr authentisch. Ich mochte es auch, dass die Autorin gewisse (Herzens-) Themen mit unter gebracht hat, wie Umweltschutz, sexuelle Belästigung etc. und gibt dem Roman so noch mehr Tiefe.

Ich habe wirklich nur ein ganz minimalen Kritikpunkt und zwar die Wahl es an einem College bzw. der Brown in Providence spielen zu lassen. Das hätte auch an jedem anderen College oder auch in Deutschland spielen können. Bei mir ist nicht wirklich ein amerikanisches Feeling hoch gekommen, aber es ist Meckern auf hohem Niveau, weil die zwischenmenschlichen Beziehung hier alles überwiegen.

FAZIT:

Meine Erwartungen waren ziemlich gering, aber die Geschichte von Lauren & Cole konnte mich auf ganzer Linie überzeugen! Zum ersten Mal habe ich eine New Adult Geschichte aus deutscher Feder gelesen, die nicht nur oberflächlich bleibt und mit den gängigen Klischees spielt. Man hat gemerkt, dass der Autorin auch viele Themen wie Umweltschutz, sexuelle Belästigung bei beiden Geschlechter etc. wichtig sind und sie wurde auch eingebracht. Ich bin sehr begeistert von diesem Buch und hoffe, dass man von der Autorin noch einiges lesen wird!

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von Droemer Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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