Rezension „Das Nest“ – Katrine Engberg

Diogenes Verlag* | Gebundene Ausgabe | Übersetzer: Ulrich Sonnenberg | 416  Seiten | 20,00 € | Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Es ist ein sonniger Tag im April, als der 15-jährige Oscar verschwindet. Zunächst denkt man, er sei von zu Hause abgehauen. Doch es gibt Anzeichen, die auf Schlimmeres hindeuten. Als die Leiche eines jungen Mannes in einer Müllverbrennungsanlage entdeckt wird, beginnen Anette Werner und Jeppe Kørner mit ihren Ermittlungen. Sie betreten unterirdische Gänge und verlassene Inseln und stoßen dabei auf einsame Seelen und befremdliche Familiengeheimnisse.

MEINUNG:

Katrine Engberg gehört für seit Krokodilwächter zu einer meiner liebsten dänischen Thrillerautorinnen und ich habe bisher alle ihre Bücher gelesen, Blutmond und Glasflügel.Das Nest ist der vierte Teile der Jeppe Korner und Anette Werner Reihe. Ich empfehle hier die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Alles beginnt damit, dass der 15-jährige Oscar verschwindet. Er ist der Sohn einer bekannten dänischen Künstlerfamilie. Zunächst wird angenommen, dass er einfach nur von Zuhause ausgerissen ist. Als man allerdings die Leiche eines jungen Mannes in einer Müllverbrennungsanlage findet, sind Jeppe und Anette in höchster Alarmbereitschaft und beginnen die Ermittlungen.

Im Zentrum von Katrine Engberg steht ihre Heimat Kopenhagen. Jeder Roman/ Krimi von ihr ist ein imaginärer Spaziergang durch die Stadt und man erfährt dabei auch so einiges an geschichtlichen Hintergründen. Meiner Meinung nach stehen auch ihre Charaktere und ihre Beziehungen zueinander deutlich mehr im Fokus als der Fall.  So erfahren wir auch wieder, dass was Jeppe und Anette in ihrem Privatleben wieder so umtreibt. Meiner Meinung nach sind auch häufig so viele Charaktere bzw. die Autorin geht zu tief auf deren einzelne Schicksale ein, so dass es schnell undurchsichtig und wirr wird. Die Erzählsichten wechseln sogar innerhalb der Kapitel.

Nach meinem Empfinden rutscht der Fall und die Ermittlung manchmal etwas in den Hintergrund. Ich würde hier nicht unbedingt von einem Thriller sprechen als welches die anderen Bände einsortiert worden sind. Krimi bzw. Roman trifft es besser. Es ist nicht so, dass Katrine Engberg nicht schreiben bzw. erzählen kann, aber meine Erwartungshaltung wurde hier nicht wirklich erfüllt, denn ich habe einen skandinavischen spannenden Thriller erwartet und das bekam ich hier nicht. Relativ typisch für alle Krimis und Thriller findet die Aufklärung erst wieder auf den letzten Seiten statt.

FAZIT:

Mal wieder lässt mich Das Nest etwas zwiegespalten zurück. Ich mag Katrine Engbergs Schreibstil, ihre Charaktere und ihre Liebe zu Kopenhagen, aber meine Erwartungshaltung wurde wieder etwas enttäuscht. Ich habe einfach wieder einen spannende Krimi erwartet, bei dem man mitfiebern kann und das konnte die Geschichte nicht ganz erfüllen. Trotzdem werde ich auch das nächste Buch der Autorin sicherlich lesen und ggf. meine Erwartungen anpassen. 😉

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von Diogenes Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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Ein Kommentar zu „Rezension „Das Nest“ – Katrine Engberg

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