Rezension „Glasflügel“ – Katrine Engberg

Diogenes Verlag* | Gebundene Ausgabe | Übersetzer: Ulrich Sonnenberg |  432  Seiten | 22,00 € | Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Jeppe Kørner ermittelt in einem spektakulären Mordfall, der ganz Kopenhagen beschäftigt: Im ältesten Brunnen der Stadt, inmitten der Fußgängerzone, wurde eine Leiche gefunden. Auf die Hilfe seiner Kollegin Anette Werner kann er diesmal nicht zählen, denn die muss sich statt um den Mordfall um ihr Baby kümmern. Bald schon stößt Kørner auf eine düstere Einrichtung für hilfsbedürftige Jugendliche und auf Leute, die ihre eigene Vorstellung von Fürsorge haben.

MEINUNG:

Glasflügel ist der dritte Band der dänischen Autorin Katrine Engberg um das Ermittler-Duo Jeppe Korner und Anette Werner. Vor allem den ersten Band, Krokodilwächter, habe ich mir großer Begeisterung gelesen.

In diesem dritten Fall ist Jeppe Korner ziemlich auf sich allein gestellt, denn Anette Werner hat völlig unverhofft ein Baby bekommen und ist in Elternzeit. Allerdings kann sich Anette wenig mit der Mutterrolle anfreunden, sondern versucht sich immer mal wieder, nicht abgesprochen natürlich. Dieser Fall führt  die Ermittler nach dem Leichenfund mitten in der Kopenhagener Fußgängerzone in den Pflegebereich von Jugendlichen, die psychologische Probleme haben.

Wie man es von Katrine Engberg gewohnt ist, ist Kopenhagen zentraler Dreh-und Angelpunkt für das Geschehen. Sie bindet viele Orte der Stadt in ihre Handlung mit ein. Leider war ich noch nicht in Kopenhagen. Ich kann mir aber vorstellen, dass man die Bilder so direkt vor Augen hat, wenn die erwähnte Orte kennt. Diesmal geht auch ohne große Umschweife in die Mordermittlung. Die Lage spitzt sich auch sehr schnell zu, da jeden weiteren Tag weitere Morde geschehen und Jeppe keine Spur hat. Der Druck von außen und von der Polizeipräsidentin wächst auf ihn.

Auch die Spannung nimmt erstmal gemächlich Fahrt auf. Die Autorin schafft zunächst einen ziemlich großen Personenkreis, was sich sicher auch durch die Zahl der Opfer bedingt. Das kommt zwar häufig in Thrillern vor, aber ich musste mich trotzdem erstmal zurecht finden und es ist definitiv empfehlenswert, dass man hier lesetechnisch am Ball bleibt, um nicht alle Personen und deren Beziehungen zueinander wieder zu vergessen. Wie aber auch schon bei Blutmond, dem zweiten Band der Reihe, erschien es mir irgendwie wieder ein bisschen überladen, zu viele Orte, zu viele Personen. Am Ende kann ich mich nicht mehr an so wirklich viele Details erinnern.

FAZIT:

Glasflügel habe ich habe deutlich lieber und flüssiger gelesen als Blutmond, wo ich ein paar mehre Anläufe benötigt habe. Für mich bleibt Band 1 bisher immer noch der beste Teil. Ich bin aber dennoch gespannt auf den vierten Teil, Das Nest.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von Diogenes Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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