Rezension „Magisch“ – Annika Büsing

S.Fischer Verlag* | Gebundene Ausgabe | 284 Seiten | 24,00 € 

INHALT:

Magisch ist zurück. Natürlich in dem Haus hinter dem Knallerbsenwall, natürlich mit einem Job, der nicht ganz legal ist, natürlich mitten in der flirrenden Hitze des Spätsommers. Und alles fühlt sich an wie in ihren besten Zeiten, als Marie und Magisch erst enge Freunde und dann die erste Liebe wurden. Mehr als fünfzehn Jahre sind vergangen, und jetzt sitzen sie unten am Feldweg bei der Pferdekoppel im Schatten der Büsche und trinken Fanta-Korn als wären sie nie weg gewesen. Doch Andi, Maries Bruder, ist auch noch da, war tatsächlich nie weg, ist mittlerweile in der Partei, und noch immer gefährlich. Als Magisch bedroht wird, ist für Marie der Zeitpunkt gekommen, die Frage nach der Brandmauer in der eigenen Familie neu zu stellen.

MEINUNG:

Ich liebe die Romane von Annika Büsing, weil sie so ehrlich, so ungeschönt sind und vor allem diesen besonderen Erzählton haben. Ich habe natürlich wieder unglaublich auf Magisch gefreut.

Magisch ist der Nachname von Paul Magisch. Ich weiß es nicht, warum die Romane von Annika Büsing doch das ein oder andere Mal den Namen vom Love Interest haben, was natürlich jetzt stark überspitzt von mir dargestellt ist, weil ihre Romane so viel mehr beinhalten.

Ich würde sagen Magisch ist ein Roman über zweite Chancen. Eine zweite Chance für Marie und Magisch, die vor 15 Jahren zusammen waren bis sich Marie für jemanden anderen entschieden hat. Das mag hart klingen, aber genauso schreibt Annika Büsing es auch und verklärt es nicht romantisch. Liebe kann dann trotzdem da sein. Ich mag es, dass Annika Büsing es auch einfach zulässt, dass es nicht für alles eine einfache Antwort gibt, aber es kann eben auch mal wieder einfach sein. Magisch ist zurück. Marie liebt Magisch und so gibt es kein Problem.

Eine zweite Chance, die sich deutlich schwerer gestaltet als zu Magisch ist die zu Maries Bruder Andi, der schon früh in die rechtsextreme Szene abgerutscht ist und der Magisch in ihrer Jugend schlimm zusammen geschlagen hat mit seinen Freunden. Marie hat ganz klar zu Magisch gehalten, auch wenn es Maries Eltern für eine große loyale Krise gestellt hat, weil Magisch Teil der Familie ist. Nun passieren aber einige Dinge, die alles ins Wanken geraten lassen in Andis Leben und es stellt sich die Frage, ob es Marie erlaubt ist ihrem Bruder zu helfen oder gar zu zugeben, dass er ihr einfach fehlt. Auch hier gibt es wieder kein schwarz und weiß. 

Ich habe wieder den Erzählstil von Annika Büsing geliebt. Manchmal wollte ich nicht, dass das Buch endet. Der Roman wird aus der Sicht von Marie erzählt und es ist stellenweise so lustig gewesen, eben weil sie oft schnell wütend war, aber gleichzeitig auch so verletzlich, so ehrlich und so trocken war. Der Roman hat auch eine sehr gute Atmosphäre erzeugt, so dass es ganz viele Bilder erzeugt hat, wie sie da über den Hof gehen. Gegen Ende wird so ein bisschen fasrig in der Handlung, aber die Autorin findet einen guten Abschluss.

FAZIT:

Wer noch keinen Roman von Annika Büsing gelesen hat, sollte dies dringend nachholen! Magisch war für mich wirklich wieder ein Highlight. Ein Roman über zweite Chancen, Dorfromantik und das Perfekte im Unperfekten.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von S.Fischer Verlag* über Vorablesen* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

*Folgende Verlinkungen kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung.

 

Hinterlasse einen Kommentar