Kurz-Rezension „Halt niemals an“ – Chevy Stevens

Fischer Verlag* | Broschierte Ausgabe | Übersetzerin: Maria Poets | 458 Seiten | 14,00 € 

INHALT:

Die nehmen dich in deinem eigenen Camper als Geisel – und zwingen dich, draufloszufahren

Alice und Tom freuen sich nach einem Schicksalsschlag auf ihre Reise im Campermobil durch die Weite Kanadas. ​Doch dann lernen sie ein junges Anhalter-Pärchen kennen und bieten ihnen eine Mitfahrgelegenheit an. Aber Jenny und Simon sind nicht das, was sie vorgeben – sie haben eine Spur aus Blut und Zerstörung hinterlassen. Alice und Tom werden Geiseln in einem tödlichen Spiel, aus dem es kein Entkommen gibt.

 

MEINUNG:

Ich bin auf das Buch aufmerksam geworden, weil endlich mal wieder von Chevy Stevens lesen wollte und ich habe eine ideale Lektüre für meinen Camper Urlaub eben in Kanada gesucht.

Die Geschichte spielt zur in den 1970er Jahren zur Zeit der olympischen Spiele, was vermutlich auch genau der Grund ist. Im Grund geht es um zwei Paare – Jenny und Simon und Alice und Tom. Alice und Tom sind ein paar in den mittleren Jahren, die sich mal eine Auszeit wegen persönlicher Schicksalsschläge nehmen wollen und Jenny und Simon sind auf der Flucht. Das ahnen Alice und Tom aber noch nicht als sie beiden in ihren Camper aufnehmen und es zur Geiselnahme kommt.

Ich empfand den Spannungsbogen als mäßig, denn es passiert erstmal nicht so viel bis sich die Lage dann zuspitzt. Tom spielt eigentlich keine große Rolle, da er am Anfang gleich stark verletzt wird. Alles dreht also um Alice. Simon und besonders Jenny sind eigentlich keine klassischen Täter/in. Es ist spürbar eher die Verzweiflung und die Umstände der beiden. Simon ist allerdings ziemlich skrupellos für einen Ersttäter. Typisch für Chevy Stevens gibt es bei beiden noch eine Hintergrundgeschichte, die allerdings erst am Ende aufgelöst wird. Mich hat das noch lange beschäftigt, wie Leben von jungen Menschen so verlaufen können. Es ist schwierig hier nicht Mitleid bzw. Mitgefühl zu haben und genau das merkt Alice auch, die wirklich eine herausragende Rolle hier hat, auch für Jenny und Simon. Vor allem Jenny, die erst 18 Jahre alt ist, fühlt sich zu Alice als eine Art Mutterfigur hingezogen.

FAZIT:

Halt niemals an ist zunächst eine klassische Kidnapping-Geschichte mit relativ flachen Spannungsbogen, bei dem man darauf wartet, dass beide einen Fehler begehen. Das Ende entfaltet dann allerdings noch so viel mehr Tragik, die mich noch lange beschäftigt hat.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von Fischer Verlag* über Netgalley* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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