Rezension „Schwarzer See“ – Riley Sager

dtv Verlag* | Taschenbuch | Übersetzer: Susanne Goga-Klinkenberg | 416 Seiten | 9,95 € |Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Emma Davis ist Künstlerin und steht am Beginn einer großen Karriere. Niemand ahnt, dass sie in ihren Bildern eine traumatische Erinnerung verarbeitet. Vor 15 Jahren hat sie im Sommercamp in den Wäldern am Lake Midnight etwas Furchtbares erlebt: Ihre drei Freundinnen verschwanden eines Nachts, man fand keinerlei Spuren. Jetzt kehrt Emma zurück an den schwarzen See. So schön die Umgebung, so beklemmend ist die Atmosphäre im Camp. Und dann scheint sich die Geschichte zu wiederholen: Erneut verschwinden drei Mädchen. Doch Emma ist fest entschlossen, sie zu finden − und endlich herauszubekommen, was damals geschah.

MEINUNG:

Bereits letzte Jahr habe ich von dem Autor Final Girls gelesen, was mir äußerst gut, auf Grund einer für mich neuen Thematik in einem Thriller, gefallen hatte. Für mich stand fest, dass ich Schwarzer See also auch unbedingt lesen möchte.

Die Geschichte beginnt als Emma Davis, eine gefragte Künstlerin, gefragt wird, ob sie in dem wiedereröffneten Camp am Lake Midnight als Betreuerin arbeiten möchte, dem Camp, in dem vor 15 Jahren drei ihrer Zimmernachbarinnen spurlos verschwunden sind. Nach einigem Zögern nimmt Emma das Angebot an. Emma ist zum Zeitpunkt als die Mädchen verschwanden erste 13 Jahre alt und die quälenden Fragen, was mit ihnen passiert ist, begleitet sie bis heute und ist auch Teil ihrer Kunst. Um endlich zur Ruhe kommen zu können, will sie den Aufenthalt im Camp nutzen, um herauszufinden, was mit den dreien wirklich passiert ist.

Die Geschichte ist sehr atmosphärisch erzählt. Man sieht dieses Camp um den See immer wieder vor seinem geistigen Auge. Es ist Sommer, auch wenn die Atmosphäre zwischendrin immer wieder düster und geheimnisvoll ist, denn See und der Wald drum herum bieten natürlich auch einige Gänsehaut-Momente, besonders bei den Nachtszenen. Für mich war es das ideale, wenn auch etwas andere, Sommerbuch, weil gerade im Sommer immer alles hell und strahlend ist und hier aber das genaue Gegenteil der Fall ist.

Emma beginnt mit ihren heimlichen Nachforschungen und stößt dabei immer wieder auf Ungereimtheiten. Da Emma von dem Verschwinden damals stark traumatisiert und psychisch sehr angegriffen war, weiß man auch nie so genau, ob man ihren Erinnerungen trauen kann und dass weiß sie auch selbst manchmal nicht so genau. Vor allem dann als auch noch komische Sachen im Camp passieren und sie sich beobachtet fühlt. Die Geschichte braucht erstmal ein bisschen, um Fahrt aufzunehmen, wobei ich sie bis dahin zu keiner Zeit als langatmig empfand. Der Autor baut das Stück für Stück auf bis Vergangenheit und Gegenwart aufeinandertreffen und genau das Gleiche wieder passiert, was erzählerisch äußerst genial gemacht worden ist. Mir gefiel, grundsätzlich dass die Kapitel aus der Vergangenheit recht kurzgehalten waren

Was wirklich passiert ist, habe ich nicht voraussehen könnten, weil ich auch nicht mehr wusste, wem man noch glauben kann oder ob alles nur Einbildung von Emma war. Der Leser wird hier immer wieder auf Abwege geführt und man interpretierte vieles natürlich falsch, aber genau das macht für mich einen sehr guten Thriller aus.

FAZIT:

Schwarzer See konnte mich noch mehr als Finals Girls überzeugen. Ein atmosphärischer, dichter und spannender Thriller, der mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Für mich der ideale Thriller für den Sommer. 😉

Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise vom dtv Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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Ein Kommentar zu „Rezension „Schwarzer See“ – Riley Sager

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