Rezension „Zimmer 19“ – Marc Raabe

Ullstein Verlag* | Broschierte Ausgabe | 528 Seiten | 14,99 € |Amazon* und im örtlichen Buchhandel

INHALT:

Auf der Eröffnungsveranstaltung der Berlinale wird zum Entsetzen aller ein Snuff-Film gezeigt. Das Opfer: die Tochter des Bürgermeisters Otto Keller.
Tom Babylon vom LKA und die Psychologin Sita Johanns ermitteln unter Hochdruck. Doch eine Gruppe von Prominenten um Keller mauert. Was hat der Bürgermeister zu verbergen? Und wer ist die Zeugin, die aussieht wie Tom Babylons vor Jahren verschwundene Schwester? Die Ereignisse überschlagen sich, als ein weiterer Mord passiert. Plötzlich stellt Sita Johanns fest, es gibt eine Verbindung zwischen ihr und den Opfern: Ein furchtbares Ereignis in ihrer Jugend – und die Zahl Neunzehn.

MEINUNG:

Schlüssel 17 hat mich richtig begeistert und ich mehr als ungeduldig den zweiten Teil um den Berliner Ermittler Tom Babylon erwartet. Vor allem, weil immer noch nicht klar ist, was nun eigentlich mit seiner Schwester Viola passiert ist.

Der „Tatort“ ist diesmal die Berlinale. Hier wird statt des erwarteten Films ein sogenannter Snuff-Film gezeigt, d.h. ein Film, in dem eine Person vor laufender Kamera umgebracht wird. Dabei handelt es sich um die Tochter des Bürgermeisters und dementsprechend schlägt der Film, den nun so viel Leute gesehen haben, riesige Wellen und ruft Tom Babylon und die Psychologin Site Johans, die wir auch schon aus Band 1 kannten, auf den Plan.

Wie üblich bei Marc Raabe sind die ganzen Geschehnisse sehr komplex und es gibt eine Menge Personen, die man erst einmal auseinanderhalten muss. Zwischen den Kapiteln in der Gegenwart gibt es immer mal wieder Rückblicke in die Vergangenheit. Diesmal bekommen wir Einblick in die von Sita. Zunächst empfand ich das fast ein wenig als störend, weil ich hier noch keinen Zusammenhang sehen konnte, aber natürlich schreibt der Autor solche Teile nicht ohne Grund so ausführlich. Gerade deswegen war ich schon nach wenigen Kapiteln wieder absolut begeistert von der Geschichte. Man sollte hier definitiv auch in der Reihenfolge der Bücher bleiben, weil sich die Rahmenhandlung, nämlich das Verschwinden von Toms Tochter Viola vor 20 Jahren, immer noch über dem Fall schwebt.

Tom ist diesmal etwas weniger besessen Viola zu doch noch zu finden, aber es natürlich schwebt sie immer in seinen Gedanken und erführt auch imaginäre Gespräche mit ihm. Es ergeben sich auch immer so ein paar kleine Hinweise, aber wirklich näher kommt man Viola auch nicht bis auf den Schluss, der mit einem riesigen Cliffhanger endet und jetzt heißt es leider wieder warten!

FAZIT:

Die Reihe um Tom Babylon ist für mich momentan einer der besten Thriller Reihen auf dem deutschen Buchmarkt. Zimmer 19 fand ich noch ein bisschen besser als Schlüssel 17. Der Thriller ist komplex und sehr spannend. Ich konnte ihn kaum aus Hand legen.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise vom Ullstein Verlag* über Vorablesen* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

*Folgende Verlinkungen kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung.

Ein Kommentar zu „Rezension „Zimmer 19“ – Marc Raabe

  1. Mir hat „Schlüssel 17“ auch ziemlich gut gefallen, nur leider liegt die Lektüre schon vergleichsweise lange zurück und ich bin mir etwas unschlüssig, da ich nicht weiß, wie gut man in die Fortsetzung hineinkommt, ohne den ersten Teil nochmal lesen zu „müssen“. Denn das würde ich gerne vermeiden. Nicht, weil das Buch schlecht war, sondern in erster Linie, weil die Zeit zwischen zwei Bänden immer auch ein Grund ist, warum ich allgemein wenig Reihen lese und darüber hinaus, weil ich zu viele andere Bücher ungelesen hier rumliegen habe. 😉

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