Rezension „Cold Case – Das gezeichnete Opfer“ – Tina Frennstedt

Bastei Lübbe Verlag* | Broschierte Ausgabe | 465  Seiten | 16,00 € | Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Nebel liegt über dem Süden Schwedens, als in Malmö eine der umstrittendsten Künstlerinnen des Landes ermordet aufgefunden wird. Zuvor war ihre Kunst mutwillig zerstört. Mit merkwürdigem Lehm, der eine gruselige Verbindung zu einem ungelösten Mordfall, einem COLD CASE, herstellt. Vor 15 Jahren war ein Mann auf brutale Weise ermordet worden. Am Opfer fand man damals das gleiche Material. Tess Hjalmarsson stürzt sich in die Ermittlungen …

MEINUNG:

Cold Case – Das gezeichnete Opfer ist der zweite Teil der Cold Case Reihe von Tina Frennstedt. Ich habe den ersten Teil, Das verschwundene Mädchen, nicht gelesen, aber es gibt im zweiten Teil Bezüge dazu. Gut möglich, dass man hier gespoilert wird, was den Täter angeht, aber es würde mich nicht abhalten auch den ersten Band im Anschluss zu lesen. Grundsätzlich ist es empfehlenswert die Teil in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Tess Hjalmarsson ist Leiterin des Cold Case Teams in Malmö. In Malmö finden derzeit eine Menge Gewalttaten statt, so dass ihr Team auf der Kippe steht, weil Ressourcen an anderer Stelle benötigt werden. Tess kann eine letzte Chance bei ihrer Vorgesetzten herausschlagen, weil sie eine Verbindung zu einem aktuellen Fall schlagen kann. Eine junger Mann wurde vor 15 Jahren ermordet und bei ihm wurde eine seltene Art Lehm gefunden. Dieser Lehm befindet sich auch am Tatort der Leiche einer bekannten Künstlerin in der Gegenwart.

Tess‘ Team besteht aus dem Kurs vor der Pension stehenden Lundberg, der auch schon in der Vergangenheit in den Cold Case Fall involviert war. Außerdem ist da noch Marie. Marie lebt in Scheidung und leidet da ziemlich drunter, aber sie ist sehr eigensinnig und sagt immer gerade heraus ihre Meinung, was ich wirklich sehr erheiternd fand. Sie ist ziemlich unangepasst, was allerdings nicht allen passt. Tess‘ kann gut mit ihr umgehen. Sie selbst hat auch eine Trennung hinter sich, die immer wieder Thema ist. Vermutlich gibt hier mehr Informationen zu in ersten Band. Der Gedanke an ihre Ex-Freundin und auch sie selbst tauchen immer wieder auf. Tess fand ich auch sehr sympathisch. Natürlich hat sie auch die eine oder andere bereits genannte private Baustelle, aber sie wirkt deutlich weniger „kaputt“ als manch anderer bekannter skandinavischer Ermittler. Im Gegenteil, Tess versucht sich wieder ein Privatleben aufzubauen, was allerdings schwierig ist mit dem Beruf als Polizistin.

Der vor 15 Jahren getötete Max, war an angehender Pianist und er kam in einer Nacht um als er mit Freunden in einer Bar war. Tess‘ und ihr Team fangen alle damals Beteiligten wieder zu befragen und danke neuerer DNA Abgleiche nun auf die richtige Spur zu stoßen. Das Erzähltempo es relativ gemächlich. Es baut sich langsam auf. Durch die vielen Personen muss man sich erstmal ein bisschen durcharbeiten und versuchen die Namen zu ordnen. Die Spuren führen immer wieder zu Max‘ Freunden, was natürlich auch schon damals der Fall war. Interessant finde ich die Sicht „Der Ehefrau“. Man kann relativ schnell davon ausgehen, dass es die Ehefrau des Täters ist. Dieser Erzählansatz war neu für mich, aber definitiv mal etwas anderes. Als Leser bekommt man so die Sicht einer nahestehenden Person, die irgendwie ahnt, dass etwas nicht stimmt, aber es auch nicht genau benennen kann.

FAZIT:

Cold Case – Das gezeichnete Opfer war für mich ein guter Start in eine neue Reihe, in dem vor allem die ermittelnden Damen mein Leserherz erobert haben. Das Erzähltempo ist flüssig, aber recht gemächlich. Der Fall ist sehr komplex, wie ich es gerne mag. Bin gespannt auf weitere Teile der Autorin!

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von Bastei Lübbe Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

*Folgende Verlinkungen kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung.

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