Rezension „Cold Case – Das gebrannte Kind“ – Tina Frennstedt

Bastei Lübbe Verlag* | Broschierte Ausgabe | Übersetzer: Hanna Granz | 416  Seiten | 16,00 € | Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Bereits vier Menschen sind in den Feuern getötet worden. Der Täter hatte zuvor die Brandmelder entfernt, eine Ziffer an das Haus gemalt und dann das Feuer gelegt. Als eine Frau überlebt und berichtet, dass sie Musik vernommen hat, während das Feuer ausbrach, ist Kommissarin Tess Hjalmarsson alarmiert. Dieses Detail kennt sie von einem ihrer ersten Mordfälle. Damals wurde der Täter jedoch nicht gefasst. Tess und das COLD-CASE-Team ermitteln nun unter Hochdruck. Denn die Kommissarin steht ebenfalls auf der Liste des Mörders …

MEINUNG:

Von Tina Frennstedt habe ich bereits im letzten Jahr den zweiten Band der Cold Case Reihe, Das gezeichnete Opfer, gelesen und sehr gemocht. Es sind für mich ganz klassische skandinavische Thriller, die genau den richtigen Mix an Ermittlung und Rahmengeschehen haben.

Kommissarin Tess Hjalmarsson ist Chefin der Cold Case Abteilung, doch in diesem Teil wird zunächst um mit Hilfe bei einer aktuellen Brandserie gerufen. Vier Menschen wurden bereits getötet und es ist nicht auszuschließen, dass weitere folgen. Gewisse Details an der Art Fälle erinnern Tess an ihren Fall, in dem vor 15 Jahren ebenfalls eine junge Mutter ums Leben gekommen ist. Diese Fall konnte bis heute nicht aufgeklärt werden. Doch Tess erkennt schnell Parallelen und Zusammenhänge.

Wie immer ist man relativ schnell im Geschehen drin. Die Autorin bleibt auch am „Puls der Zeit“ und natürlich ist auch Corona hier ein Seitenthema bzw. wird immer wieder erwähnt. Ich erwähne es, weil ich schon überlegt hatte, ob es von AutorInnen einfach komplett weg gelassen wird oder ob die real dargestellten Geschichten, dann auch diesen Zeitbezug bekommen. Tess lebt jetzt mit ihrer Freundin zusammen, die sie in Band 2 kennen gelernt hat. Diese hat zwei Kinder und ist ebenfalls Polizistin. Deren Noch-Mann kann sich nur schwer mit der neuen Situation arrangieren. Nebenbei wird Tess und ihre Kollegin Marie zu den Bränden bzw. Morden gerufen. Tina Frennstedt gelingt es wieder ausgezeichnet hier ein spannende Geschichte zu konstruieren. Ich bin großer Fan von den sogenannten Cold Cases und fand es toll, dass hier doch wieder der Bezug zu einem alten Fall gezogen werden konnte.

Der Leserschaft sollte etwas eher klar sein, dass es zwischen den Opfern Zusammenhänge gibt als es Tess und Marie herausfinden, aber natürlich fragt man sich, was passiert ist. Es gibt ein paar Kapitel aus der Vergangenheit, die ein paar Einblicke geben zwischen den Menschen, die sich einst kannten und von denen nun einige tot sind. Stück für Stück wird der Fall erarbeitet. Natürlich werden immer mal wieder falsche Fährten ausgelegt, aber am Ende kommt es doch ein wenig anders.

FAZIT:

Tina Frennstedt schreibt in meinen Augen skandinavische Thriller genau so, wie ich sie am liebsten mag. Sie schafft genau die richtige Balance zwischen einem gut konstruierten, spannende Fall, bei dem man miträtseln kann und einem Einblick in das Privatleben der ermittelnden Personen und deren kleine und große Problem. Das Ende von diesem Teil deutet bereits an, dass es noch einen weiteren Band/ Fall geben wird. Ich hoffe, dass wir darauf nicht so lange warten müssen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von Bastei Lübbe Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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Ein Kommentar zu „Rezension „Cold Case – Das gebrannte Kind“ – Tina Frennstedt

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