Rezension „Die Nacht“ – Jan Beck

Penguin Verlag* | Broschierte Ausgabe |  464  Seiten | 15,00 € | Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Als Hanna sich während eines Gewitters im dunklen Wald verläuft, scheint ihre größte Angst wahr zu werden – doch sie weiß nicht, dass ihr das Schlimmste noch bevorsteht … Ein paar Stunden später tritt ein Unbekannter, der sich selbst Der Nachtmann nennt, an die Öffentlichkeit: Fünf Menschen hält er in Glaskästen gefangen, und Nacht um Nacht wird einer von ihnen sterben – es sei denn, jemand schafft es, eine seiner Forderungen zu erfüllen. Sofort wird Europols Topermittlerin Inga Björk auf den Fall angesetzt. Als Leiterin der Sondereinheit für Serienverbrechen kennt sie die menschlichen Abgründe. Zusammen mit Christian Brand begibt sie sich auf die Suche nach einem Täter, der nichts dem Zufall überlassen hat.

MEINUNG:

Letztes Jahr habe ich mit großer Begeisterung Das Spiel von Jan Beck gelesen, welches das Pseudonym eines bekannten deutschsprachigen Thrillerautor ist. Mit diesem Beginn um das Ermittler Duo Björk und Brand hat der Autor wirklich etwas gewagt. Die spektakulären Wendungen und das rasante Tempo haben mich sehr an Sebastian Fitzek erinnert.

Wie bereits in Das Spiel gibt es sehr viele Erzähler, die sich in Opfer, Täter, Nebenfiguren und Ermittler einteilen lassen. Natürlich ist bis auf Inga Björk und Christian Brand nicht klar, welche Rollen alle Personen haben. Es beginnt mit dem Verschwinden der jungen Hanna. Es dauert allerdings ein paar Seiten, bis klar ist, dass sie zusammen mit mit vier.anderen Personen in Glaszylindern gefangen gehalten wird von einer Person, die sich Der Nachtmann nennt. Es beginnt wie so häufig ein Wettlauf gegen die Zeit.

Bevor Brand und Björk wieder aufeinander treffen, muss Inga Björk ihn erst aus einer recht misslichen Lage befreien. Damit wird ein kleiner Seitenstrang erzeugt, der sich mir eigentlich als unnötig erwies. Dies geschieht auf den ersten 150 Seiten. Auch das Auftauchen des Nachtmanns dauert fast ebenso so lange. Der Autor lässt sich hier Zeit diverse Figuren zu Wort kommen zu lassen, die natürlich später noch wichtig sind, aber bei mir hat es leider dazu geführt, dass ich irgendwie nicht richtig reingekommen bin und die erhoffte Sogwirkung lange ausgeblieben ist. Im Gegensatz, es erschien mir wirklich arg konstruiert und gewollt. Vielleicht war die Messlatte nach Das Spiel sehr hoch gesetzt. Der Nachtmann überlegt sich ebenfalls wieder eine Art Spiel, an dem auch die Öffentlichkeit wieder beteiligt war. Mir erschien es eher wie ein schlechtere Kopie der Ideen aus Das Spiel, aber das mag Geschmacksache sein.

Für mich kam die Spannung erst auf den letzten 100 Seiten auf. Langsam haben sich die Puzzleteile zusammen gesetzt, auch wenn ich mir die Geschichte langsam zusammen setzen konnte ab einem gewissen Punkt. Gegen Ende gibt es auch noch eine sehr spannende Wendungen, wo ich wirklich zweimal lesen musste. Das war wirklich nicht vorhersehbar und sehr gut gemacht vom Autor. Wie so häufig am Ende von Thrillern gibt es am Ende einen Showdown, der so viel Tempo hatte, dass ich manchmal ein bisschen den Überblick verloren habe, aber das passiert mir häufiger. Ich stelle mir dazu dann häufig einen Film vor und in den schnell aufeinanderfolgenden Bildern im Kopf, gehen dann auch mal Details schnell verloren.

FAZIT:

Ich habe mich sehr auf Die Nacht gefreut, weil mir Das Spiel so außerordentlich gut gefallen hatte. Leider muss ich aber sagen, dass erst nach 150 Seiten ein bisschen Struktur reinkam und ich einigermaßen der Handlung folgen konnte. Am Ende lösen sich alle Fäden auf, aber ich habe zwischendurch das Gefühl gehabt, die Spannung überschlägt sich förmlich, aber ich hatte lauter Fragezeichen im Kopf. Da ist bei mir ein bisschen das Lesevergnügen gekippt. Dennoch wieder atemberaubende Wendungen und ein vielversprechendes Ende, was Lust auf Band 3 macht.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von Penguin Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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