Kurz-Rezension „Die Anomalie“ – Hervé Le Tellier

Rowohlt Verlag* | Gebundene  Ausgabe | Übersetzer: Romy und Jürgen Ritte |352  Seiten | 22,00 € | Amazon* und im örtlichen Buchhandel

INHALT:

 Im März 2021 fliegt eine Boeing 787 auf dem Weg von Paris nach New York durch einen elektromagnetischen Wirbelsturm. Die Turbulenzen sind heftig, doch die Landung glückt. Allerdings: Im Juni landet dieselbe Boeing mit denselben Passagieren ein zweites Mal. Im Flieger sitzen der Architekt André und seine Geliebte Lucie, der Auftragskiller Blake, der nigerianische Afro-Pop-Sänger Slimboy, der französische Schriftsteller Victor Miesel, eine amerikanische Schauspielerin. Sie alle führen auf unterschiedliche Weise ein Doppelleben. Und nun gibt es sie tatsächlich doppelt – sie sind mit sich selbst konfrontiert, in der Anomalie einer verrückt gewordenen Welt.

MEINUNG:

Die Anomalie von dem französischen Autor Hervé Le Tellier war diesen Sommer in aller Munde und auch in den sozialen Medien sehr präsent. Für mich kam es gefühlt ganz plötzlich und alle waren sehr begeistert. Dem konnte ich mich wieder mal nur schwer entziehen. Ich würde empfehlen gar nicht so viel über dieses Buch zu lesen und einfach zu beginnen. Ich werde mich daher mit meiner Rezension auch kurz halten, um den Spaß an dem Buch nicht zu nehmen.

Die Geschichte ist relativ schnell erklärt. Im März 2021 fliegt die Boing 787 durch einen elektromagnetischen Wirbelsturm von Paris nach New York. Trotz großer Turbulenzen landet die Maschine sicher. Im Juni 2021 landet dieselbe Maschine mit den selben Personen an Bord ein zweites Mal. An Bord sitzen ein paar Personen, deren Geschichte sich hier in dem Roman gewidmet wird und die damit konfrontiert werden müssen, dass es sie doppelt gibt.

An sich klingt die Geschichte eigentlich total simpel, aber als ich meinem Mann von der Geschichte erzählt habe, hat er nicht verstanden, was mit doppelt gemeint ist und so geht es in dem Buch auch einer ganzen Mengen hochrangigen VertreterInnen der Wissenschaft, Politik, Religion etc. Dieser Part ist unfassbar spannend und sehr gut ausgearbeitet. Beim Lesen macht es richtig Spaß sich gemeinsam mit diesen Leuten darüber Gedanken zu machen, wie so etwas sein kann und die noch viel spannendere Frage ist, wie wird damit umgegangen. In genau diese drei Teile, teilt sich der Roman. Im ersten Teil lernen wir besagteCharaktere kennen, auf die ich nicht weiter eingehen möchte, auch wenn diese wirklich spannende Lebensgeschichten haben.  Im zweiten Teil landet die Maschine und es wird überlegt, wie damit umgeht und in Teil 3 findet der Übergang in das normale Leben wieder statt. Auch das wirft sehr viele Fragen auf, aber der Autor findet für (fast) alles sehr gut durchdachte Antworten. Ich muss zugeben, dass ich das Ende nicht komplett verstanden habe. Ich glaube, dass es hier verschiedene Interpretationen gibt.

FAZIT:

Die Anomalie ist ein spannendes Gedankenspiel, bei nicht nur Fans von Sci-Fi-Romanen auf ihre Kosten kommen. Zu Recht ein vielversprechender Roman mit einigen Gedanken, die zum Nachdenken anregen. Ich werde nach weiteren Büchern, des Autors Ausschau halten.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von Rowohlt Verlag* über NetGalley* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

*Folgende Verlinkungen kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung.

3 Kommentare zu „Kurz-Rezension „Die Anomalie“ – Hervé Le Tellier

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