Rezension „Das Los der Männer“ – Ellin Carsta

Tinte & Feder Verlag* | Taschenbuch | 300 Seiten | 9,99 € | Amazon* und im örtlichen Buchhandel

Das Los der Männer (Die Falkenbach-Saga 6) von [Ellin Carsta]

INHALT (Achtung Spoiler, wenn man die anderen Bände nicht kennt):

Bernried am Starnberger See, 1939: Als der Zweite Weltkrieg beginnt, sind Wilhelm Lehmann und Paul-Friedrich von Falkenbach voller Sorge, was das für Deutschland und ihre Familien bedeutet. Nie soll ihren Söhnen widerfahren, was sie selbst erleben mussten.

Unterdessen ist Wilhelmine von Falkenbach erleichtert, weil sie einen Brief von Martin bekommen hat. Er lebt! Gibt es doch noch Hoffnung auf ein Wiedersehen? Ihre Schwägerin Clara hingegen ist völlig verzweifelt: Sie, die niemals Kinder haben wollte, ist schwanger. Ihr Mann Gustav soll auf keinen Fall etwas davon erfahren. Doch ausgerechnet Leopold Lehmann sieht sie, als sie eine Abtreibungsklinik verlässt …

Zu Paul-Friedrichs 60. Geburtstag versammeln sich nicht nur Familie und Freunde, die Feier ist auch ein taktischer Schachzug des Patriarchen, um seine Feinde im Auge zu behalten. Mit Wilhelm ist er sich einig, dass man etwas gegen den politischen Wahnsinn unternehmen muss, doch sie wissen: Wenn sie versagen, wird es nicht nur sie, sondern auch ihre Familien das Leben kosten.

MEINUNG:

Das Los der Männer ist der Falkenbach-Saga und schließt nahtlos an den 5. Band an. Es ist dringend zu empfehlen alle Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da man sich sonst spoilert.

Der Band steht u.a. im Zeichen von Paul-Friedrichs 60. Geburtstag. Hierzu gibt es eine große Feier, zu der alle eingeladen sind und natürlich lädt er ein paar Personen auch aus taktischen Gründen ein, da in diesem Teil der 2. Weltkrieg ausbricht. Ellin Carsta hat hier die Rede von Adolf Hitler reingenommen, die wirklich unangenehm zu lesen war, vor allem im Hintergrund dessen, weil man bereits weiß, was noch alles passieren wird. Es wird deutlich, dass es sehr gefährliche Zeiten sind, in denen man aufpassen muss, was man sagt und zu wem man steht. Paul-Friedrich hat immer einen Plan und ist allen immer mehrere Schritte voraus. Ich bin gespannt, ob es mal soweit kommt, dass das nach hinten los geht. Sowohl Wilhelm als auch seine Frau Else äußert sich gerne mal frei heraus, was sie von Hitler halten und geraten damit auch in familiären Konfliktsituation, wie es sie sicher zu vielen gegeben hat.

Außerdem ist Clara schwanger, was für sie ein total Katastrophe ist, da sie nie ein Kind haben wollte. Da Gustav selbst Arzt ist, geht sie zu einem anderen Mediziner, um eine Abtreibung vornehmen zu lassen. Dabei sieht sie Leopold, der dies gleich für seine Vorteile ausnutzt. Ich finde ihn so unfassbar unangenehm. Ein Wunder, dass Irma noch mit ihm zusammen bleibt. Es gibt paar Szene mit ihren beiden Töchtern, wo es sich bereits abzeichnet, dass die jüngere Schwester ähnliche Züge wie Leopold hat. In diesem Teil fand ich Claras Wandlung als es dann zum Gespräch mit Gustav kommt, es schnell, wo sie doch so überzeugt war. Manchmal entsteht der Eindruck, dass die Männer irgendwie immer alle ähnlich ticken und so gut wie immer alles im Griff haben. Wenn ich nicht wüsste, dass Gustav den Monolog mit Clara führt, dann könnte auch Paul-Friedrich oder so sein. Es fehlt manchmal ein bisschen an Unterscheidung.Der Band endet mit einem wirklich harten Enden für einige Beteiligten. Die Autorin zeigt, dass dies vor allem in dieser Zeit sehr nachvollziehbar und authentisch ist.

FAZIT:

Das Los der Männer ist der fünfte Band der Falkenbach-Saga und mit dem nun beginnendem zweiten Weltkrieg werden neue Wege offenbart und auch die Entscheidung auf welche Seite man sich stellen möchte. Ich bin gespannt, wie es im nächsten Band weiter gehen wird.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von Ellin Carsta zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

*Folgende Verlinkungen kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung.

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